Beide Produkte haben nun ein EU-Gütesiegel, das sie vor Nachahmern schützen soll, gab die
EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel bekannt. So wird sichergestellt, dass traditionelle landwirtschaftliche Produkte in Europa in einer bestimmten Region oder Stadt nach bewährten Standards produziert werden.

Der Fränkische Karpfen oder Frankenkarpfen ist laut EU-Kommission seit rund 900 Jahren eine Spezialität der Region und mit den Klöstern verbunden. Die Karpfenzucht habe die Landschaft sowie das kulturelle Leben in Franken geprägt.

Als Spalter Hopfen seien die getrockneten Hopfendolden und daraus gewonnene Produkte wie Hopfen-Pellets und Hopfen-Extrakte nun geschützt, die aus dem mittelfränkischen Spalt stammen. Dort wird seit über 1000 Jahren Hopfen angebaut. "Schon 1538 wurde der Spalter Hopfen das erste Mal mit einem Qualitätssiegel versehen, dem ältesten der Welt", schrieb die EU-Kommission.

Der Fränkische Karpfen bekam das EU-Gütesiegel "geschützte geografische Angabe", kurz g.g.A.. Das Siegel bedeutet, dass der Fränkische Karpfen auch wirklich aus Franken kommt oder zumindest dort erzeugt, hergestellt oder verarbeitet wurde.

Der Spalter Hopfen trägt nun die Bezeichnung "geschützte Ursprungsbezeichnung", kurz g.U.. Dieses Siegel ist strenger. Es garantiert, dass alle Produktionsschritte des Spalter Hopfens - also von der Erzeugung, Verarbeitung bis einschließlich der Herstellung - im fränkischen Spalt stattfinden.