Kerpen
Unfall

Erneuter schwerer Unfall im Hambacher Forst: Aktivistin stürzt aus sechs Metern in die Tiefe

Erst vergangene Woche ist ein Journalist bei den Protesten im Hambacher Forst in die Tiefe gestürzt und dabei ums Leben gekommen. Jetzt fiel eine Aktivistin aus sechs Metern Höhe und verletzte sich dabei schwer.
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Eine Aktivistin ist während den Protesten im Hambacher Forst sechs Meter in die Tiefe gestürzt. Symbolbild: David Young/dpa
Eine Aktivistin ist während den Protesten im Hambacher Forst sechs Meter in die Tiefe gestürzt. Symbolbild: David Young/dpa

Im Braunkohlegebiet Hambacher Forst bei Köln ist eine Umweltaktivistin von einer Leiter gestürzt und verletzt worden.

Die Frau war von einem Baumhaus auf die Leiter getreten, um Kranarbeiten im Zusammenhang mit den Räumungen in dem Wald zu beobachten, wie ein dpa-Reporter berichtete. Dabei stürzte sie aus etwa sechs Metern Höhe ab.

Notärzte kümmerten sich direkt um die Frau. Die Feuerwehr Kerpen erklärte, eine Person sei im Baumhausdorf "Miketown" aus ungewisser Höhe gefallen und verletzt ins Krankenhaus gebracht worden.

Umweltschützer protestieren im Hambacher Forst dagegen, dass der Energiekonzern RWE weite Teile des Waldes roden und die Braunkohleförderung fortsetzen will. Bei den Protesten war in der vergangenen Woche ein 27-jähriger Journalist von einer mindestens 15 Meter hohen Hängebrücke gestürzt und gestorben. Die Landesregierung hatte daraufhin die Räumung der Baumhäuser vorübergehend gestoppt.

Nach erster Bilanz der Polizei Aachen am Mittwochabend konnten bislang 64 Baumhütten der Rodungsgegner abgebaut werden.Seit Beginn der Einsatzmaßnahmen im Hambacher Forst vor zwei Wochen wurden 115 Menschen vorläufig festgenommen. Außerdem habe es 227 Gewahrsamnahmen und 674 Platzverweise gegeben. 30 Polizisten seien bislang verletzt worden.