Tel Aviv ist den zweiten Tag in Folge mit einer Rakete beschossen worden. Es habe keine Opfer gegeben, teilte die Polizei am Freitag mit. Das Geschoss sei in einem unbewohnten Areal niedergegangen. Im Zentrum der Mittelmeermetropole war deutlich eine schwere Explosion zu hören, während die Sirenen heulten.

Eine Armeesprecherin forderte die Einwohner über Lautsprecher auf, die Schutzräume wieder zu verlassen. Am Vortag war eine der von militanten Palästinensern im Gazastreifen abgefeuerten Raketen südlich der Stadt niedergegangen. Eine zweite schlug Medienberichten zufolge vor der Küste ins Mittelmeer ein.


Opfer auf der Gegenseite

Nach palästinensischen Angaben starb ein 19-Jähriger bei einem israelischen Luftangriff. Israel betonte jedoch, seit 08.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit nicht mehr anzugreifen. Seit dem Beginn des Besuchs von Kandil seien aber mindestens 50 Raketen in Richtung Israel abgefeuert worden.

An der Grenze zu Ägypten wurde ein Jeep der Nachrichtenagentur Reuters von einem Geschoss aus dem Gazastreifen getroffen. Alle Insassen seien unverletzt geblieben, aber das Fahrzeug sei erheblich beschädigt worden, sagte ein Sprecher von Reuters in Jerusalem auf Anfrage.


Israel rüstet auf

Israel hat wegen des Gaza-Konflikts 16.000 Reservisten zu den Waffen gerufen. Das berichtete der israelische Rundfunk am Freitag. Auch Panzer und anderes schweres Gerät seien auf dem Weg zu dem Gebiet am Mittelmeer. Ein Militärsprecher wollte den Bericht auf Anfrage nicht bestätigen. Über Truppenbewegungen werde generell nichts mitgeteilt.

Israel hat nach dem Beginn der Offensive gegen militante Palästinenser im Gazastreifen "Säule der Verteidigung" am Mittwoch mit einer Bodenoffensive gedroht. Ob das hohe Risiko jedoch eingegangen werden müsse, hänge vom Verlauf der Luftangriffe ab, wurde ein ungenannter Militärexperte von dem Sender wiedergegeben. dpa