Die Kraftstoffpreise sind im März erstmals seit November 2016 wieder gefallen. Durchschnittlich 1,327 Euro kostete der Liter Super E10 im März - und damit gut 3 Cent weniger als im Februar, dem bisher teuersten Tankmonat des noch jungen Jahres. Auch Dieselfahrer zahlten mit durchschnittlich 1,151 Euro pro Liter rund 2 Cent weniger als im Vormonat.

Diese Entwicklung zeigt die aktuelle Auswertung des Verbraucherinformationsdienstes clever-tanken.de aller rund 14.000 Tankstellen, die bei der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe gemeldet sind.

Nach den Worten von Steffen Bock, Geschäftsführer von clever-tanken.de, zeigt der Blick auf das Vorjahr allerdings, dass Tanken im Vergleich noch immer teuer ist. "Die Preise an den Zapfsäulen haben sich im März für beide Kraftstoffsorten zwar entspannt. Gegenüber dem Vorjahresmonat aber zahlten Autofahrer für vier Tankfüllungen à 60 Liter je Sorte rund 30 Euro mehr."


Entwicklung der Kraftstoffpreise schwer abzuschätzen

Inwiefern sich die Abwärtsspirale der Kraftstoffpreise fortsetzen wird, ist aktuell schwer abzuschätzen. Steffen Bock: "Zwar greift seit Jahresbeginn die Vereinbarung erdölexportierender Länder (Opec). Sie drosseln die Fördermengen, um Rohöllagerbestände abzubauen und so die Preise wieder anzukurbeln. Allerdings scheitert das Vorhaben bisher unter anderem daran, dass in den USA wieder verstärkt Schieferölunternehmen auf den Markt drängen. Und auch die Vorräte der OECD, also der wichtigsten Industriestaaten, sind weiterhin hoch. Zugleich aber ist der Euro gegenüber dem US-Dollar aktuell stark, wodurch die Öl- und Kraftstoffpreise günstig werden."

Steffen Bock rät Autofahrern daher dazu, regelmäßig die Preise entlang ihrer geplanten Fahrtrouten via App, Navigationsgerät oder dem Internet zu vergleichen und so selbst dann Geld zu sparen, wenn die Preise an den Tankstellen weiter fallen sollten.