Die deutsche Hoffnung beim Eurovision Song Contest heißt in diesem Jahr Elaiza. Das Frauen-Trio kommt aus Berlin, Sängerin Ela ist in der Ukraine geboren. In der letzten Runde des Abends stachen Elaiza die kommerziell sehr erfolgreiche Band Unheilig aus.

"Ich glaube, es ist ein Traum", war Elas erste Reaktion. Elaiza hatten sich Ende Februar das letzte Ticket für den deutschen ESC-Vorentscheid in Köln gesichert. Die Musikerinnen hatten bei einem Clubkonzert in Hamburg die sogenannte Wildcard gewonnen und durften gegen wesentlich erfahrenere Künstler antreten. Die Frauenband singt jetzt am 10. Mai beim europaweiten Wettbewerb in Kopenhagen.

Deutschlands ESC-Beitrag "Is It Right" ist halb Polka, halb Chanson. Der Song hat russische Anklänge, was Elaizas Chancen erhöhen dürfte, in Osteuropa wichtige Punkte einzusammeln. Für den Unheilig-Frontmann Der Graf platzte damit ein Kindheitstraum. Er habe immer beim ESC singen wollen, sagte er.

Der ESC - früher als Grand Prix bekannt - wird seit 1956 ausgetragen. Deutschland hat bisher nur zweimal gewonnen, 1982 mit Nicole und 2010 mit Lena. Im vergangenen Jahr war die Gruppe Cascada für Deutschland angetreten - und auf einem unrühmlichen 21. Platz gelandet.