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Mindestabstand

Nach Polizeieinsätzen und Not-Schließung: Supermärkte reagieren mit Einlassregeln

Am Montagmittag musste die Polizei ein erstes Lebensmittelgeschäft schließen lassen. Die Beamten mussten gleich mehrmals anrücken, weil Sicherheitsabstände nicht eingehalten wurden. Jetzt reagieren erste Supermarkt-Ketten mit Einlassregeln.
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In Berlin wurde ein Lebensmittelgeschäft am Montagmittag geschlossen, weil die Polizei gleich mehrmals anrücken mussten. Kunden meldeten die "Nichteinhaltung der Mindestabstände". Jetzt reagieren erste Supermarkt-Ketten mit Einlassregeln. Foto: Christoph Soeder/dpa
In Berlin wurde ein Lebensmittelgeschäft am Montagmittag geschlossen, weil die Polizei gleich mehrmals anrücken mussten. Kunden meldeten die "Nichteinhaltung der Mindestabstände". Jetzt reagieren erste Supermarkt-Ketten mit Einlassregeln. Foto: Christoph Soeder/dpa

Nach den strengeren Vorschriften für den Einzelhandel haben Supermarktketten begonnen, den Einlass in Märkte stärker zu reglementieren. Dass dies nötig ist, zeigen gleich mehrere Polizeieinsätze vom Montag: Weil in einem Lebensmittelgeschäft gleich mehrfach der Mindestabstand zwischen zwei Menschen (1,5 Meter) eingehalten wurde, musste das Geschäft geschlossen werden.

Diese "Not-Schließung" wurde in Berlin notwendig: Zeugen hatten sich am Montag (23. März) gleich mehrfach bei der Polizei gemeldet, dass in dem Geschäft erwähnter Sicherheitsabstand nicht gewährleistet war. Kurz vor 12 Uhr entschied sich der Betreiber, sein Geschäft komplett zu schließen. Um solchen Maßnahmen ab sofort entgegenzuwirken, reagieren erste Länder und Supermarkt-Ketten.

Nordrhein-Westfalen: Ein Kunde pro zehn Quadratmeter

Unter anderem in Nordrhein-Westfalen schreibt ein Erlass der Landesregierung nun vor, lediglich einen Kunden pro zehn Quadratmeter Ladenfläche zuzulassen, um die Ansteckungsgefahr mit dem neuartigen Coronavirus zu verringern.

"Wir sind derzeit in der Erarbeitung von Konzepten, die darauf abzielen, den Zugang zu den Märkten zu beschränken, wo der Kundenzulauf dies notwendig macht", hieß es von der Rewe-Group, zu der auch die Penny-Märkte gehören. Das könne etwa durch Einlasskontrollen oder eine beschränkte Anzahl an Wagen oder Einkaufskörben geschehen.

Aldi wies auf Anfrage darauf hin, es könne "mancherorts zu Einlasskontrollen oder Einlassbeschränkungen kommen" - etwa in Zeiten mit hohem Kundenaufkommen oder wenn der notwendige Abstand von 1,5 Metern zwischen den Personen nicht eingehalten werden könne.

Baumärkte nur noch für bestimmte Kunden offen

Auch der Baumarkt Obi setzt mittlerweile auf Kontrollen, um nicht zu viele Kunden gleichzeitig in den Markt zu lassen. Nur unter strengen Sicherheitsauflagen dürfen Baumärkte seit dem neuen Erlass noch Privatkunden hereinlassen. Vorrangig bleiben sie für Handwerker und Gewerbetreibende geöffnet.