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Dschungelcamp

Dschungelcamp 2015: Sara schreit im Schaben-Shake

Sara Kulka wird zur Hauptzutat in einem Krabbeltier-Mix. Bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" rotiert nicht nur das Model. Auch bei den Lästereien von und über Walter Freiwald geht's rund.
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Böses Erwachen für Sara Kulka am dritten Tag im Dschungelcamp. Die Zuschauer wählten das Model abermals zur Dschungelprüfung. Foto: RTL Alle Infos zu "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im Special bei RTL.de: www.rtl.de/cms/sendungen/ich-bin-ein-star.html
Böses Erwachen für Sara Kulka am dritten Tag im Dschungelcamp. Die Zuschauer wählten das Model abermals zur Dschungelprüfung. Foto: RTL Alle Infos zu "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im Special bei RTL.de: www.rtl.de/cms/sendungen/ich-bin-ein-star.html
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Selbstzerknirschung, Scham und schlechte Laune - war da was? Aber doch nicht bei Sara Kulka! Der "größten Looserin". Hat Sara über Sara gesagt.

Vergeigt hat sie's, am Tag 2. Von Angst die Knie gezwungen, vor dem Eingang zur finsteren Höhle. Ist sie ein Star? Auf jeden Fall hat man sie rausgeholt, bei der zweiten Dschungelprüfung...

Dschungelcamp 2015 - Schmach und Schande
Weil's so schön war, wollte das Publikum des Dschungelcamps 2015 sie gleich noch mal scheitern sehen. Kneift die 24-Jährige ein zweites Mal und besorgt den Camp-Mitinsassen wieder keine anständige Beilage zu Bohnen und Reis? Schmach und Schande. Das Model muss in sich gegangen sein. Psychologisch gut vorbereitet von Walter Freiwald. Mit Schlürf-Atmung.

Sechs Minuten nicht wissen, wo oben und unten ist, weil auf die Schwerkraft kein Verlass ist, das müsste zu schaffen sein. Festgeschnallt in einer um 360 Grad schwenkbaren, vorn durchsichtigen Röhre steht Sara Kulka und hält die Luft an.


Grillen, Kakerlaken, Mehlwürmer
"Schabenfreude" heißt die dritte Dschungelprüfung - und das ist kein Versprecher der Moderatoren. Eher ein Versprechen. Denn während der Zylinder rotiert und die Kandidatin symbolische Eiswürfel aus dem Shaker fischen und nach den begehrten Sternen absuchen muss, werden die Zutaten für diesen Cocktail eingefüllt.

Die sind nicht flüssig, sondern stückig. Und stinkig. So ein paar hunderttausend Mehlwürmer riechen nicht nach Erdnussflips. Kakerlaken, Grillen und nochmal Kakerlaken werden dazugemixt. Doch Sara schlägt sich wacker. "Fuck,Viehzeug", entfährt es ihr. Am Ende hat sie sieben Sterne.

"Geil! Ich hätte nicht gedacht, dass ich das schaffe. Mit Aureliozusammen habe ich nur sechs Sterne geholt und hier alleine sieben." Selbstzerknirschung, Scham und schlechte Laune - war da was? Abmarsch ins Camp. Euphorisch.

"Es muss einfach laufen bei mir!"
Dort scheint Walter Freiwald wild entschlossen, "sein Ding" durchzuziehen. Engagements braucht er. Geld natürlich auch. Haut einen unbedachten Spruch nach dem anderen raus. Hatte er am Tag zuvor im "Dschungeltelefon" eine mehrminütige Werbebotschaft in eigener Sache vom Stapel gelassen, legt er nun noch mal nach.

"Es war in den 70er Jahren, da war ich noch bei einer Schallplattenfirma, da kam ich zufällig zu Radio Luxemburg. Ich habe also aus einer Reinigung und einem Frisiersalon eine Radiostation gebaut. Habe mit Elstner gearbeitet, mit Thoma gearbeitet und mit Zeiler gearbeitet und mit Anke gearbeitet. Ich war mit Künstlern unterwegs, ich glaube es war damals Howard Carpendale. Es läuft. Es muss einfach laufen bei mir!"

Lästern überm Abwasch
Seine Mitcamper sehen das anders. Beim Abwasch lässt sich's schön lästern. Und das tun Rolfe, Tanja, Marenund Patriciaausgiebig. Über Walter. Warum er noch nicht ausgetickt ist, wundert sich Patricia Blanco. "Der Walter darf den Gollum nicht raushängen lassen".

Für "krank im Kopf" hält ihn Rolfe Schneider. Für einen Choleriker. So hatte es in einem Boulevardblatt auch Harry Wijnford formuliert und ihm einen Maulkorb empfohlen.

Walter ist auch Hauptthema am Lagerfeuer. Liefert seinen Kritikern neue Nahrung, als er zurückkommt vom Dschungeltelefon. Erzählt. Unschwer zu erraten, über wen. Und wird später im Badetümpel von Rolfe ins Gebet genommen. "Die haben halt einen anderen Humor wie ich". Den Gerüffelten kratzt's nicht. In Sachen Wijnford ist er losgeworden, was er loswerden wollte.

Hat Rolfe noch den Durchblick?
In der Hütte mit der Kamera, der die Kandidaten alles sagen können, hat auch Rolfe wieder Platz genommen. Er zeigt seine kaputte Brille. Bügel sind keine mehr dran. Abgebrochen. Kann schon mal vorkommen, wenn man sich drauf setzt.

Dumm nur, wenn eine weitere Sehhilfe im Camp schon verloren gegangen ist. Brille Nummer drei ist zwar noch heil, aber sie liegt im Hotel. Seine größte Sorge: "Kein Mensch erkennt mich im Fernsehn, wenn ich meine Brille nicht aufhabe!"

Alles Schwindel - oder was?
Überhaupt, das Dschungeltelefon. Warum wird der Zuschauer das Gefühl nicht los, dass man ihn für dämlich hält? Die Camper einmal zum Reden einbestellen und das gewonnene Material über mehrere Sendetage strecken scheint an der Tagesordnung zu sein. Continuity? Wurscht. Die vor der Glotze haben doch nicht jedes Mal Lust zu schauen, ob die Klamotten, die Tanja Tischewitsch, Jörn Schlönvoigt, Benjamin Boyce und Co. gerade anhaben, die von "heute" oder "vorgestern" sind.

"Ibes" hat sowieso irgendwie was von einem Porno-Dreh. Da stehen auch mindestens dreimal so viele Leute rum, wie vor der Kamera auf den Laken turnen. Sollte man immer dran denken.

Allein sind die? Von wegen!
Wer will uns weismachen, dass die panikauslösenden Tropfen Baumharz auf dem Skalp von Rebecca Simoneit-Barum (am zweiten Tag) nur von einer diskret in den Bäumen versteckten Linse ins Blickfeld gerückt wurden? "Schätzelein, jetzt nimm den Kopf noch mal runter". So war's doch, oder? Es hat sogar für mehrere Nah-Einstellungen gereicht.

Und weil RTL bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" auch das Publikum gegen Kohle "Regie" führen lässt, hat es für die nächste Dschungelprüfung unter Wasser Angelina Heger bestimmt. Sara kann ihr Glück kaum fassen.
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