Dortmund
Bluttat an Gesamtschule

Dortmund: Mordprozess gegen 16–Jährigen beginnt - er soll seinen Mitschüler (14) erstochen haben

Im Januar 2018 stand Lünen unter schock: An der Gesamtschule tötet ein 15-Jähriger seinen Mitschüler. Am Donnerstag hat jetzt der Prozess gegen den Jungen begonnen.
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Die Eltern des getöteten Jungens kommen durch einen Gang des Landgerichts zum Prozess um den gewaltsamen Tod ihres Kindes. Der damals 15-jährige Angeklagte soll sein 14 Jahre altes Opfer in Lünen mit einem Messerstich in den Hals getötet haben. Foto: Bernd Thissen/dpa
Die Eltern des getöteten Jungens kommen durch einen Gang des Landgerichts zum Prozess um den gewaltsamen Tod ihres Kindes. Der damals 15-jährige Angeklagte soll sein 14 Jahre altes Opfer in Lünen mit einem Messerstich in den Hals getötet haben. Foto: Bernd Thissen/dpa

Er soll seinen 14-Jährigen Mitschüler erstochen haben: Seit Donnerstag steht der 16–Jährige Jugendliche aus dem westfälischen Lünen vor Gericht. Der damals 15 Jahre alte Junge soll am 23. Januar seinen Mitschüler mit einem Messer schwere Verletzungen am Hals zugeführt haben, dass dieser am Tatort verstarb. Beide gingen auf eine Gesamtschule.

 

 


Schon früher durch aggressives Verhalten aufgefallen


Die Polizei hatte den zum Tatzeitpunkt 15-Jährigen nach einer kurzen Flucht schnell gefasst und festgenommen. Noch am selben Tag gab die Staatsanwaltschaft bekannt, dass der Schüler schon früher durch aggressives Verhalten aufgefallen sein soll. Zwischenzeitlich habe er sogar als "unbeschulbar" gegolten und sei deshalb aus dem normalen Unterrichtsbetrieb der Schule herausgenommen worden. Anfang des Jahres sollte offensichtlich ein neuer Anlauf in Richtung Normalität unternommen werden. Auf einem Flur im Schulgebäude kam es dann jedoch zu der tödlichen Bluttat.

 


Bei seiner Vernehmung durch die Polizei soll der damals 15-Jährige erklärt haben, das spätere Opfer habe seine neben ihm auf dem Flur stehende Mutter provozierend angeschaut. Für den Prozess hat das Dortmunder Landgericht zunächst sechs Verhandlungstage angesetzt. Zuschauer sind wegen des jugendlichen Alters des Angeklagten nicht zugelassen.