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Zwei Tote nach schweren Gewittern am Wochenende - das Wetter bleibt wechselhaft

Eine deutsche Urlauberin ist in Frankreich während eines Sturms ums Leben gekommen. Auch in Deutschland haben starke Gewitter Polizei und Feuerwehr am Wochenende auf Trab gehalten. Wie wird das Wetter in der kommenden Woche? Und wie werden die Temperaturen in Franken?
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In Deutschland ist es am Wochenende zu starken Gewittern gekommen Und auch am Genfer See wüteten Unwetter: Zwei Frauen sind dabei ums Leben gekommen. Foto: Martial Trezzini/KEYSTONE/dpa
In Deutschland ist es am Wochenende zu starken Gewittern gekommen Und auch am Genfer See wüteten Unwetter: Zwei Frauen sind dabei ums Leben gekommen. Foto: Martial Trezzini/KEYSTONE/dpa

Das Wetter in Deutschland zeigt sich launisch: Schwüle Hitze wechselt sich ab mit krachenden Gewittern. In einigen Regionen sind am Wochenende die Keller vollgelaufen, in der Nähe des Genfer See kam es zu zwei Todesfällen, darunter eine deutsche Touristin. Auch in der kommenden Woche soll das Wetter wechselhaft bleiben: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes startet die neue Woche sonnig, warm und trocken. Ab Mittwoch kann es dann wieder heftig krachen.

Schwere Gewitter am vergangenen Wochenende in Teilen Deutschlands

Am Wochenende gab es in Teilen des Landes schwere Unwetter, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Am Samstag zog eine schwere Gewitterfront über Mecklenburg-Vorpommern und die Feuerwehr kam zahlreich zum Einsatz, vor allem um Wasserschäden zu beseitigen. Erst vergangene Woche hatte das Sturmtief "Klaus" dort für heftige Unwetterschäden gesorgt.

Auch in Baden-Württemberg wütete am Samstagabend ein Sturm: Bei Konstanz am Bodensee stürzten zahlreiche Bäume um und legten Teile des Bahnverkehrs lahm. Laut der Bundespolizei hätten mehrere Züge nicht weiterfahren können.

Überschwemmungen in Bayern

Auch in Bayern kam es zu Unwettern: Sturmhafte Regenfälle führten in der Nacht zum Sonntag zu Überschwemmungen in Landsberg am Lech, ein Wohngebiet wurde von einer Schlammlawine getroffen. Bis zu 40 Häuser seien laut der örtlichen Feuerwehr betroffen gewesen, zum Teil seien auch die Keller mit dem Dreck vollgelaufen.

Todesfälle am Genfer See

Auf einem Campingplatz der französischen Stadt Taninges nahe dem Genfer See stürzte ein Baum während eines Sturms auf den Wohnwagen einer deutschen Urlauberin. Die 51-Jährige kam dabei ums Leben. Eine weitere Touristin starb am Genfer See, als ein Ausflugsboot bei Sturm kenterte. Woher die Frau stammte, wurde nicht mitgeteilt. Das Unwetter richtete in Genf schwere Schäden an.

In Polen verursachten Gewitterstürme ebenfalls starke Schäden: Allein von Samstagabend bis Sonntagfrüh musste die Feuerwehr nach eigenen Angaben mehr als tausendmal ausrücken. Bäume waren umgestürzt, Dächer von Häusern gerissen und Keller überflutet. Am Sonntagmorgen waren tausende Haushalte noch ohne Strom. Bereits am Donnerstag und Freitag hatte es in Polen schwere Unwetterschäden gegeben.

Wettervorhersage für die kommende Woche: Bis zu 31 Grad am Dienstag

"Die warme Meeresluft trocknet immer mehr ab, so dass sich zu Beginn der neuen Woche oft die Sonne zeigt", sagte die Meteorologin Jacqueline Kern. Kleinere Quellwolken bleiben daher meist harmlos, nur über den Bergen kann es zu einzelnen Schauern oder kurzen Gewittern kommen.

Die Temperatur steigt auf bis zu 29 Grad am Montag und 31 Grad am Dienstag. Am Mittwoch nähert sich laut Wetterdienst von Westen her "eine Störung". Dort ist das trockene und sonnige Wetter dann schon wieder vorbei. "Es kann zu kräftigen Gewittern mit Starkregen und Sturmböen kommen", sagte Kernn. Am Donnerstag erwarten die Meteorologen dann auch im Osten Deutschlands teils kräftige Gewitter.

Wie wird das Wetter in Franken?

Heiter bis wolkig: Auch in Franken herrscht laut Wetterexperte Stefan Ochs von Montag bis Mittwoch sommerliches Hochdruckwetter. Meist bleibt es trocken. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 26, 28 und 31 Grad. Der schwache, aber teils frische und böenhafte Wind dreht sich am Mittwoch von Ost nach West. Die Wahrscheinlichkeit von Regenschauern und Wärmegewittern ist gering.

In der Nacht auf Donnerstag erreicht eine Kaltfront Franken aus nordwestlicher Richtung. Für Donnerstag und Freitag deutet das auf wechselnd bis stark bewölktes Wetter mit einzelnen Schauern und Gewittern hin. inFranken.de hält Sie im Unwetter-Ticker über Stürme in der Region auf dem Laufenden. Die Höchsttemperaturen gehen auf 25 Grad zurück, in den Nächten kühlt es auf 16 bis 10 Grad ab.

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