Das berichtete die Journalistin am Montag vor dem Oberlandesgericht München. Sie habe die Gruppe von einem Dachfenster aus beobachtet. Es habe so ausgesehen, als habe der «Skinhead» den Dreien etwas auf dem Grundstück gezeigt. Die Ermittlungen lassen es allerdings möglich erscheinen, dass eine Verwechslung vorliegt.

Wie die Zeugin schilderte, öffnete sie das Fenster und hatte direkten Blickkontakt mit Zschäpe: «Sie hat nicht den Blick gesenkt, sondern etwas zur Seite gesagt.» Daraufhin sei die Gruppe im Haus verschwunden. Wenn die Zeitangaben stimmen, war das wenige Tage, bevor in Dortmund Mehmet Kubasik erschossen wurde.

Inzwischen haben die Ermittler den früheren Nachbarn der Zeugin vernommen. Er sagte, seine Frau sehe Zschäpe ähnlich. Am Montag wurden den Prozessbeteiligten neue Akten ausgeteilt, darunter die Kopie eines Fotos der Nachbarsfrau. Das Bild ist allerdings von ziemlich schlechter Qualität.