Anlässlich des Weltgeschichtentags am 20. März haben Experten Eltern zu intensivem Vorlesen und Erzählen ermutigt. In jeder dritten Familie gebe es kein solches Gute-Nacht-Ritual mehr, teilte der bayerische Landesverband des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB LV Bayern) in München mit.

Schuld seien vor allem weniger Zeit der Eltern und die zunehmende Bedeutung von Handy, Soziale Medien und das Internet. "Viele Eltern haben einfach weniger Zeit. Ein fehlendes soziales Netzwerk wie Großeltern, die in der Nähe wohnen und mögliche, zeitliche Engpässe auffangen könnten, tut sein Übriges", erklärte DKSB LV Bayern-Sozialpädagogin Alexandra Schreiner-Hirsch. "Es gibt Hörbücher, Youtube-Videos und sogar Apps, die als ein vermeintlicher Ersatz für das traditionelle Geschichtenerzählen innerhalb der Familie verstanden werden können."

Vorlesen als wichtiger Baustein für die Entwicklung der Kinder

Dabei seien Vorlesen und Erzählen besonders für Kindergarten- und Grundschulkinder ein wichtiger Baustein ihrer sozialen, emotionalen und intellektuellen Entwicklung. Das "analoge" Zusammensein mit der Familie und der Austausch miteinander sei mit keinem modernen Medium zu ersetzen.

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