München
Weltbienentag

Wissenschaftler mahnt Gartenbesitzer: "Lasst es blühen!"

Mehr Natur in privaten Gärten wünschen sich Wissenschaftler wie Gerhard Haszprunar. Steingärten, unkrautfreie Beete und akkurate Rasenflächen seien Gift für Bienen und Insekten. Der Zoologe mahnt deshalb: "Lasst es blühen!"
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Am 20. Mai ist Weltbienentag. Angesichts dieses Tages mahnen Wissenschaftler Gartenbesitzer: Hört auf zu düngen, mäht weniger und lasst es blühen. Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Am 20. Mai ist Weltbienentag. Angesichts dieses Tages mahnen Wissenschaftler Gartenbesitzer: Hört auf zu düngen, mäht weniger und lasst es blühen. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Wissenschaftler mahnen anlässlich des Weltbienentages am 20. Mai zu mehr Natur in privaten Gärten.

Schlechte Überlebenschancen für Insekten auf akkuraten Rasenflächen

Auf akkuraten Rasenflächen und in unkrautfreien Beeten hätten Insekten wenig Überlebenschancen, sagt der Zoologe Gerhard Haszprunar, Direktor der Zoologischen Staatssammlung München und Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns. "Ein bisschen mehr Schlamperei täte der Sache nicht schlecht."

Hört auf zu düngen, jede Woche zu mähen und lasst es blühen

Mähroboter, die täglich durch deutsche Gärten surren, machen Insekten den Garaus. Was übrig bleibt, sei "totes Grün" - kaum besser als die Steingärten, die vielerorts in Mode sind. "Lasst das Gift weg, hört auf, euren Rasen zu düngen und jede Woche zu mähen. Lasst es blühen."

Nicht jede Blühmischung nutzt Insekten im Garten

Bei Blühmischungen gebe es große Unterschiede - nicht jede nütze den heimischen Insekten gleichermaßen. Wichtig seien heimische Samen und große Vielfalt. Auch wenn Blühmischungen noch zu wünschen übrig lassen und Blühstreifen nur ein erster Schritt sein können: "Mir ist ein Blühstreifen mit nicht ganz optimalen Blüten lieber als Beton. Lieber halbgut als ganz schlecht."