• Wetter: Experten geben Langzeitprognosen für den Winter 2021/2022 ab
  • Winter-Prognose 2021: Steht uns ein "Eiswinter" bevor?
  • Meteorologe Dominik Jung meint: Temperaturen meist zu hoch
  •  Wetter-Extreme, wie Dauerregen oder Rekord-Schnee, wahrscheinlich

Steht uns ein eiskalter Winter bevor? Erste Prognosen für den Herbst und Winter 2021/2022 zeichnen ein anderes Bild, als in den Jahren zuvor. Wetter-Experten beziehen sich derzeit auf Langzeitmodelle, die Einschätzungen zu Temperaturen, Niederschlag und dementsprechenden Schneefall liefern können. Womit können wir rechnen?

Wetter-Langzeitprognosen: Droht uns ein "Eiswinter"?

Eine Prognose des amerikanischen Wetterdienstes "NOAA" sagte zuletzt einen "Eiswinter" mit Schneemassen voraus, wie bw24.de berichtet. Jetzt hat der Wetterdienst seine Einschätzungen konkretisiert. 

Am 1. Dezember beginnt der meteorologische Winter. Er endet im Folgejahr am 28. Februar. In den letzten Jahren waren die Wintermonate im Schnitt immer um 1,6 Grad zu warm, heißt es. Meteorologe Dominik Jung von wetter.net erklärt: "Normale Monate, die nicht zu kalt und nicht zu warm waren, gab es schon lange nicht mehr."

Allerdings ergänzt er, dass die Monate September, Oktober und November 2021 wohl völlig normal temperiert ausfallen und trifft eine andere Prognose, als der amerikanische Wetterdienst: "Zwar könnte es im ersten Winter-Monat Dezember im Vergleich zum Klimamittel erstmal 0,5 bis 1 Grad zu warm in Deutschland werden", erklärt Jung. Dem schließe sich auch der Januar im nächsten Jahr an, doch der Februar soll "völlig normal temperiert" ausfallen. 

Arktis wird immer wärmer: Wetterextreme wie Dauerregen oder Rekord-Schnee möglich

"Es wird also weder zu nass, noch zu trocken", sagt der Meteorologe: "Alles deutet auf einen normalen Winter bei uns im Land hin." Dennoch ergänzt er, dass es sich dabei einzig um erste Einschätzungen handelt, auch, wenn die Technik mittlerweile so weit ist, verlässliche Langzeitprognosen abzugeben. Wie es bei wetter.de heißt, ist jedes Jahr ein Polarwirbel über dem Nordpol entscheidend für den Winter in Europa. Dieser entsteht bereits im Herbst. Sein "Pendant" gibt es auch am Südpol. Dabei handelt es sich jeweils um sogenannte Höhentiefs von rund 1000 Kilometern. 

Ist der Wirbel am Nordpol intakt, sorgt er für eher nasse und warmen Westwinde in Europa. Schnee in höheren Lagen und Schneematsch in tieferen Lagen sind die Folge. Wird der Polarwirbel gestört, drehen sich die Winde und kommen aus dem Osten - kalte Luftmassen und eisige Tage sind die Konsequenz. Teils können diese Winde auch für sibirische Kältewellen sorgen.

Da sich aufgrund des Klimawandels die Arktis immer schneller erwärmt, wird die Gefahr auch größer, dass der Polarwirbel instabil wird, was bedeutet, dass wir uns auf mögliche Wetter-Extreme einstellen müssen: Starkregen, Stürme und Rekord-Schnee.