Der Sonntag (09.05.2021) schien endlich den Sommer eingeleitet zu haben. Temperaturen von bis zu 30 Grad lockten Menschen in ganz Deutschland nach draußen, um dort bei einem Spaziergang im Park oder einem Platz am Fluss den warmen Nachmittag zu verbringen. Nachdem der April verhältnismäßig kalt ausgefallen war,  hoffen viele Menschen nun auf anhaltende hohe Temperaturen. 

Doch leider muss diese Hoffnung wohl erstmal hinten anstehen. Denn wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet, wird es wohl die nächsten Tage in ganz Deutschland wieder kühler. Die Temperaturen fallen in Teilen Frankens auf bis zu 12 Grad ab. Im Westen Deutschlands hat das Sommerwetter bereits sein Ende gefunden. Medienberichten zufolge wird dort ein Dauerregen auftreten, wohingegen das Wetter im Osten und Südosten zumindest am Montag (10.05.2021)  halten soll. 

"Blutregen" erwartet: Was ist das und woher kommt er?

Statt Dauerregen rechnen Medienberichte mit starken Gewittern in Bayern, bei denen sogar Starkregen und Hagel auftreten könnte. Das schlechte Wetter resultiert auch aus der heißen Luftmasse, die sich gebildet hat. Ein Grund für die Verspätung der Gewitter im Süden Deutschlands wird auch im Saharastaub gesehen, welcher nach Angaben des DWD durch den Wüstenwind "Schirokko" über das Mittelmeer nach Europa transportiert wird. Dort unterstützt er die Wolkenbildung und trägt so zu einer Verzögerung von Gewittern bei.

Doch einen weiteren Effekt bringt der Wüstensand mit sich. Wenn der Staub in der heißen Luftmasse früher oder später vom Regen eingeholt wird, wird er rausgewaschen, was zu einer gelb-rötlichen Färbung des Regens führt. Dieses Phänomen ist unter dem Namen "Blutregen" bekannt. Wer diesen beobachten möchte, muss allerdings ziemliches Glück haben.  Zum einen, da sich nur sehr wenig Saharastaub in der Luft befindet, zum anderen, weil das Phänomen im Westen durch den Dauerregen überdeckt werden könnte.

Insgesamt scheint der Mai nach dem sehr sonnigen Sonntag sehr mild zu verlaufen.  Zwar sollen Medienberichten zufolge die Kälteeinbrüche ausbleiben, auf der anderen Seite wird derzeit auch kein Sommerwetter erwartet. 30 Grad werden wohl vorerst nicht mehr erreicht.

Vorschaubild: © Sabine Weinbeer (Symbolbild)