• Herbst-Prognose 2021: Wie wird das Wetter in der goldenen Jahreszeit?
  • Experten entwickeln ersten Wetter-Trend
  • Kommt der düstere Herbst oder goldene Zeiten? 

Das Herbstwetter ist in diesem Jahr schon früher in Deutschland angekommen. Der Sommer 2021 war bisher wechselhaft und voller Unwetter. Zwar bringt der August nochmal eine Hitzewelle zu uns, unbeständig bleibt es weiterhin. Wird der Herbst 2021 besser? Experten haben bereits erste Prognosen angestellt, ob uns ein goldener Herbst oder eher düstere Zeiten bevorstehen. Hier handelt es sich jedoch nicht um eine klassische Wettervorhersage, sondern um einen ersten Trend. Diese Art der Wetter-Trends stecken noch immer in der Entwicklungsphase. Trotzdem werden sie bereits von sämtlichen renommierten Wetterdiensten benutzt. Dazu zählen unter anderem der Wetterdienst der USA, "National Oceanic and Atmospheric Administration" (NOAA), der Deutsche Wetterdienst (DWD) oder das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF)

Herbst-Prognose 2021: So wird das Wetter

Das zeigt: Die Monatstrends sind deutlich mehr als nur Vermutungen. Sie beruhen auf wissenschaftlichen Daten und Fakten. Für gewöhnlich zeigen die ersten Trends, die der NOAA erhebt Anzeichen für einen deutlich zu warmen Herbst an. In diesem Jahr jedoch nicht: Die erste Einschätzung des NOAA geht bis zum Dezember von normal temperierten Monaten aus.

Die Einschätzung des NOAA bezieht sich dabei auf die Monate September, Oktober und November. Was bedeutet in diesem Fall dann normal? In der Regel wird hier von der Mitteltemperatur über einen Zeitraum von 30 Jahren ausgegangen (aktuelle Referenzperiode: 1991 - 2020). Für September liegt die Mitteltemperatur bei 13,8 Grad, für Oktober bei 9,4 Grad und für November bei 4,8. Der Vorhersage nach soll es außerdem besonders im Süden von Deutschland im September und Oktober deutlich zu trocken sein. Im November erst soll es dann wieder mehr Regen geben. 

Das ECMWF geht für die Herbstmonate dagegen wieder von zu hohen Temperaturen aus. Insbesondere der September falle hier stark auf. Übereinstimmend ist jedoch die Einschätzung zur Trockenheit. Auch das ECMWF schätzt den Oktober als eher zu trocken ein. Dass die Niederschläge im November häufiger auftreten werden, stimmt ebenfalls mit der NCAA überein.  

Klimawandel ist schuld an zu hohen Temperaturen

Die Statistik spricht ebenfalls eine eindeutige Sprache. Laut den Daten, die den Wetterdiensten vorliegen, waren fast alle Herbstmonate der vergangenen zehn Jahre zu warm. Lediglich der Herbst des Jahres 2010 fällt mit 0,3 Grad unter dem sogenannten "Klimamittel" aus der Reihe. Laut dem DWD ist diese Entwicklung wenig überraschend, befinden wir uns doch mitten im Klimawandel. Der Blick auf die vergangenen 20 Jahre zeige, dass ein zu warmer Herbst immer wahrscheinlicher werde. 

Noch extremer sei dieser Trend an den Sommermonaten ablesbar. Denn: Auch Hitzewellen werden immer wahrscheinlicher. Eine von dem "World Weather Attribution Project" (WWA) veröffentlichte Analyse belegt, dass die Hitzewelle aus dem Juli 2019 an allen Messungsstandorten um 1,5 bis 3 Grad kühler ausgefallen wäre, würde es den Klimawandel nicht geben.  "Die Hitzewelle war so drastisch, dass die erreichten Temperaturen ohne Klimawandel extrem unwahrscheinlich wären", schreiben die forschenden der Studie.