Münster
Verkehr

Weniger Unfälle mit Fußgängern: Automatischer Anfahrstopp-Assistent für Lkws

Unfallforscher fordern einen automatischen Anfahrstopp-Assistenten für schwere Lkws, um Fußgänger besser zu schützen.
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Frontale Zusammenstöße zwischen Fußgängern und Lastwagen sollen zukünftig durch ein automatisches System verhindert werden. Foto: Bernd Thissen/dpa
Frontale Zusammenstöße zwischen Fußgängern und Lastwagen sollen zukünftig durch ein automatisches System verhindert werden. Foto: Bernd Thissen/dpa

Unfallforscher haben zum besseren Schutz von Fußgängern im Straßenverkehr einen automatischen Anfahrstopp-Assistenten für schwere Lastwagen gefordert. Aus einer am Donnerstag in Münster vorgestellten Studie geht hervor, dass  Fußgänger bei Unfällen mit Lkw vor allem frontal oder seitlich von einem geradeausfahrenden Lastwagen erfasst werden. Das größte Problem seien für den Fußgänger überraschend anfahrende Lkw im Stop-and-Go-Verkehr oder auch Müllfahrzeuge, berichtete der Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV), Siegfried Brockmann.

Unfälle mit Fußgängern: Sichtfeld durch Gardinen, Deko oder Namensschilder eingeschränkt

Die Notbremstechnik für Lkw müsse daher so optimiert werden, dass sie Fußgänger nicht nur sicher erkenne, sondern auch das Anfahren  automatisch stoppe, wenn sich ein Fußgänger oder Radfahrer im kritischen Bereich befinde. Das Sichtfeld der Lkw-Fahrer sei zudem häufig durch Gardinen, Deko oder Namensschilder eingeschränkt, kritisierte der UDV.

Laut amtlicher Statistik kamen 2018 im Straßenverkehr 458 Fußgänger ums Leben. 54 von ihnen starben bei einem Unfall mit einem Lastwagen über 3,5 Tonnen, 148 Personen wurden schwer verletzt.

Mit Gewalt und Einschüchterung: Sind rechte Bürgerwehren eine Gefahr in Deutschland? Die Bundesregierung bezieht Stellung.

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