Von rund 2,8 Millionen geringfügig Beschäftigten, die seit Jahresbeginn einen Minijob annahmen, führten Anfang August nur 621 000 oder 23,8 Prozent Beiträge in die Rentenkasse ab. Der Rest ließ sich von der Pflicht befreien.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Die Opposition sprach von einem Scheitern der Versicherungspflicht. Das Arbeitsministerium sieht dagegen einen Erfolg nach wenigen Monaten.

Anfang des Jahres wurde nicht nur die Verdienstobergrenze für die rund sieben Millionen Minijobber von 400 auf 450 Euro heraufgesetzt. Für Neu-Minijobber kam eine Versicherungspflicht zur gesetzlichen Rentenversicherung hinzu, von der sich Betroffene auf Antrag aber befreien lassen können.