Linke-Politiker reagierten überrascht. Die Grünen mutmaßten, die Führung der Unions-Fraktion und das Kanzleramt hätten wegen der Snowden-Befragung Druck auf Binninger gemacht und ihn so zum Rückzug gedrängt. Die Union wies das zurück.

Im vergangenen Sommer war bekanntgeworden, dass der US-Geheimdienst NSA und andere Nachrichtendienste in riesigem Umfang deutsche Daten abgeschöpft haben. Snowden - ein Ex-Mitarbeiter der National Security Agency (NSA) - hatte geheime Dokumente des Nachrichtendienstes an die Öffentlichkeit gebracht und die Affäre damit losgetreten.

Der Ausschuss soll die Vorgänge nun aufarbeiten und auch einer möglichen Beteiligung deutscher Nachrichtendienste nachgehen. Das achtköpfige Gremium hatte erst in der vergangenen Woche seine Arbeit aufgenommen.