Freiburg im Breisgau
Spenden zu Weihnachten

Warnung vor unseriösen Spenden-Aufrufen: So gehen Sie sicher, dass ihre Spende ankommt

In den Tagen vor Weihnachten landen wieder viele Spendenaufrufe in den Briefkästen. Bei Bettelbriefen ist Vorsicht geboten, denn auf dem Markt tummeln sich auch unseriöse Anbieter. Wie kann man seriöse Hilfsorganisationen erkennen?
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Wie kann man sicher gehen, dass die eigene Spende auch tatsächlich Bedürftigen hilft? Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Wie kann man sicher gehen, dass die eigene Spende auch tatsächlich Bedürftigen hilft? Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Spendenbereitschaft vieler Menschen in Deutschland ist ungebrochen - und in der Zeit vor Weihnachten besonders hoch. "Wir hatten in den letzten Jahren Spendenzuwächse", sagte der Leiter des katholischen Hilfswerks Caritas international in Freiburg, Oliver Müller, der Deutschen Presse-Agentur. Die Gruppe der Spender in Deutschland schrumpfe zwar etwas, aber die durchschnittliche Spendenhöhe steige.

Der Missbrauchskandal in der Kirche habe zu kritischen Anfragen geführt, räumte Müller ein. "Viele international tätige kirchliche Hilfswerke konnten aber zuletzt ihre Einnahmen steigern, weil die Spender ihrer konkreten Arbeit vertrauten."

Wie kann man sicher gehen, dass die eigene Spende ankommt?

Gerade in den Tagen vor Weihnachten werben auch unseriöse Organisationen um Spenden. Baden-Württembergs Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU) mahnt daher zur Vorsicht: "Damit die Hilfe tatsächlich dort ankommt, wo sie gebraucht wird, sollten sich Verbraucher vorher darüber informieren, wer hinter einem Spendenaufruf steckt." Hauk verwies auf die Liste des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Das DZI listet auf ihrer Internetseite zahlreiche Hilfsorganisationen auf, die bestimmte Standards erfüllen. Die Stiftung vergibt ein Spendensiegel an förderungswürdige Organisationen. Darüber hinaus sollte sich Spender möglichst im Vorfeld über die jeweiligen Hilfsorganisationen informieren.

Vom Verband der Diözesen Deutschlands bekommt Caritas international inzwischen deutlich weniger Geld. Der Zusammenschluss der 27 katholischen Bistümer hat seine Zuschüsse für die Hilfswerke seit 2010 um gut 16 Prozent gekürzt - trotz gestiegener Kirchensteuereinnahmen und obwohl Papst Franziskus eine "Kirche für die Armen" will. Einzelne Bistümer wie Freiburg und Rottenburg-Stuttgart bauten ihr internationales Engagement aber deutlich aus, wie Müller betonte.

Die Katastrophenhilfe war in diesem Jahr unter anderem in Mosambik gefordert. Zwei Wirbelstürme hatten in dem afrikanischen Land im März und April Verwüstungen angerichtet. Caritas international versorgte die Bevölkerung unter anderem mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Zeltplanen und plante den Wiederaufbau.