Die CDU-Politikerin zog am Samstag nach längerem Zögern die Konsequenzen aus der Plagiatsaffäre um ihre Doktorarbeit und stellte ihr Amt zur Verfügung. Kanzlerin Angela Merkel nahm das Angebot ihrer engen Vertrauten «sehr schweren Herzens» an. Sie präsentierte umgehend die bisherige niedersächsische Bildungsministerin Johanna Wanka als Nachfolgerin.

Die 57-jährige Schavan begründete ihren Rücktritt ausdrücklich damit, möglichen Schaden für das Ministeramt und für die CDU zu verhindern. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe ging im «Bericht aus Berlin» der ARD davon aus, dass auch Schavans Verhalten beim Rücktritt «dazu beitragen wird, dass es keine dauerhafte Beschädigung da geben wird». Laut einer Umfrage von «Bild am Sonntag» sieht eine Mehrheit der Deutschen die Kanzlerin und die Union durch die Affäre jedoch bereits beschädigt.