Die Infektionsschutzmaßnahmen sind kaum mehr spürbar und das, obwohl die Corona-Sommerwelle laut Experten bereits in vollem Gange ist. Während Gesundheitsminister Karl Lauterbach die Bevölkerung bereits wieder zum Maske-Tragen aufruft, sieht Virologe Klaus Stöhr die Lage wesentlich entspannter. 

Wie die "Welt am Sonntag" berichtet, erwägt die Bundesregierung für den Herbst und Winter eine generelle Maskenpflicht in Deutschland. Die Regel, die dann gelten soll, dürfte den meisten Menschen vertraut sein - allerdings von anderer Stelle.

Von O bis O: Bald generelles Mund-Nasenschutz-Tragen in Herbst und Winter?

Wie die Zeitung aus Regierungskreisen berichtet, erwägt das Bundeskanzleramt wohl eine sogenannte "O-bis-O-Regel". Autofahrer*innen dürften die Faustformel vom Reifenwechseln kennen. Demnach soll eine Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes generell von Oktober bis Ostern gelten.

Laut "Welt am Sonntag" habe das Bundeskanzleramt die Idee gegenüber der Zeitung bestätigt: Eine solche Regelung sei "eine von mehreren möglichen" Varianten, die aktuell im Gespräch seien. 

Klarheit solle der Bericht des interdisziplinären Sachverständigenausschusses bringen, heißt es im Bericht der Zeitung. Dass dies eine Empfehlung zu einer Rückkehr zum Tragen von Masken in Innenräumen mit sich bringen wird, ist wohl wahrscheinlich. Die derzeitige Fassung des Infektionsschutzgesetzes läuft am 23. September aus.

Maskenpflicht aktuell in öffentlichen Verkehrsmitteln, medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen

Eine Maskenpflicht gilt in Deutschland derzeit nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln, medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen. Im Herbst und Winter könnte sich diese Regelung also wieder ändern. Laut Medienbericht ist noch unklar, ob die "O-bis-O-Regel" dann auch in der Schule Anwendung finden wird. 

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