Schröder hatteb kürzlich das militärische Eingreifen der Nato auf dem Balkan vor 15 Jahren als völkerrechtswidrig bezeichnet.

«Diese Auffassung teile ich nicht», sagte von der Leyen. Im Gegensatz zur Krim habe es im Kosovo «deutliche Hinweise, Beweise und Berichte gegeben, von schweren Menschenrechtsverletzungen, von einem drohenden Völkermord.»

Schröder hatte vor einigen Wochen gesagt, dass er mit der Entsendung von Tornado-Kampfflugzeugen in den Kosovo-Konflikt ohne UN-Mandat selbst gegen das Völkerrecht verstoßen habe. Russland und China hatten sich damals im UN-Sicherheitsrat gegen ein Eingreifen gestemmt. Den Nato-Luftangriffen waren Berichte über Gräueltaten von Serben an der albanischen Bevölkerungsmehrheit im Kosovo vorausgegangen.