«Wähler in den Großstädten schreckt man mit so einer Politik ab. Für sie ist die Haltung zu dem Thema ein Indiz für die Offenheit einer Partei. Das macht es für viele sehr schwer, die CDU zu wählen», sagte er der «Berliner Zeitung» (Samstag).

Dass die Union erst auf ein Verfassungsgerichtsurteil zur steuerlichen Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften warten will, das im Frühjahr oder Sommer erwartet wird, hält von Beust für einen Fehler. «Die Fragen über Großstadtkompetenz und was eine moderne Partei auszeichnen muss, haben wir dann mitten im Wahlkampf.» Die CDU-Spitze vermute in der Partei eine starke konservative Gruppierung, die sie mit einer offensiven Gleichstellungspolitik vergraulen würde. Dabei übersehe sie, dass das selbst für die bürgerliche Klientel gar kein Thema sei.