Mit einem Brutto-Stundenlohn von 15,21 Euro lagen die Frauen deutlich hinter den Männern, die auf 19,60 Euro kamen. Die Differenz hat sich seit 2006 kaum verändert.

Etwa zwei Drittel der Differenz erklären die Statistiker mit strukturellen Gründen: Frauen arbeiten eher in schlechter bezahlten Berufen, in Teilzeit und im Schnitt auf niedrigeren Führungsstufen. Das letzte Drittel der Lohnlücke zwischen den Geschlechtern lässt sich daraus aber nicht erklären. Der bereinigte Wert lag 2010 bei 7 Prozent, neuere Angaben liegen noch nicht vor.

Das heißt, dass Frauen bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit 7 Prozent weniger verdienen als Männer. Als mögliche, aber unbelegte Gründe nennt das Bundesamt familienbedingte Erwerbspausen, die Frauen in ihrer Karriere zurückwerfen könnten. Außerdem seien Frauen bei Gehaltsverhandlungen möglicherweise zurückhaltender.