Dresden
Kindsmord

Vater erstickt Tochter (3) im Schlaf: Wollte er damit seine Ehefrau bestrafen?

Prozessauftakt in Dresden: Ein 36 Jahre alter Mann muss sich wegen Kindsmordes verantworten. Er hatte seine dreijährige Tochter im Schlaf erstickt. Laut Anklageschrift wollte der Mann damit seine Frau bestrafen, weil sie sich von ihm getrennt hatte.
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Ein 36-jähriger Mann muss sich seit Dienstag vor dem Dresdner Landgericht wegen Kindsmordes verantworten. Symbolbild: Pixabay
Ein 36-jähriger Mann muss sich seit Dienstag vor dem Dresdner Landgericht wegen Kindsmordes verantworten. Symbolbild: Pixabay

Ein 36-jähriger Mann muss sich seit Dienstag vor dem Dresdner Landgericht wegen Kindsmordes verantworten. Laut Anklage hat er am 21. Januar seine dreijährige Tochter im Schlaf erstickt, um so seine Frau zu "bestrafen". Sie hatte sich einige Monate zuvor von ihm getrennt.

Anklage: Vater wollte Mutter alles nehmen, was "ihr lieb und teuer war"

Er habe der Mutter alles nehmen wollen, was "ihr lieb und teuer war", hieß es in der Anklageschrift. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord aus Heimtücke und niederen Beweggründen vor. Die Tat geschah, als das Mädchen bei ihm zu Besuch war. Die Mutter alarmierte die Polizei, als ihr das Kind nicht wie vereinbart zurückgebracht wurde.

Der Vater war geflohen und später schlafend in seinem Auto entdeckt worden. Er befindet sich seither in Untersuchungshaft.

Angeklagter äußert sich nicht zur Tat

Zu Prozessauftakt wollte sich der Beschuldigte weder zur Sache noch zur Person äußern. Er gab nur seine Personalien an. Demnach stammt der gelernte Stahlbetonbauer aus Freiberg und wohnte zuletzt im Dresdner Stadtteil Gorbitz. Er ist nicht vorbestraft.

Bis Mitte September hat das Landgericht fünf Verhandlungstage angesetzt.