• Schwere Gewitterfront trifft am Sonntagabend Teile Deutschlands
  • Auch in Franken in der Nacht zum Montag Gewitter, Starkregen und Sturmböen
  • In vielen Teilen Deutschlands hinterlässt das Unwetter seine Spuren:

In der Nacht zum Montag haben starke Regenfälle, Sturmböen und Gewitter in Deutschland gewütet. Bereits am Wochenende kündigten Wetterexperten die Unwetter an: "Aktuell lösen sich die morgendlichen Gewitter wieder auf", erklärte der lokale Meteorologe Wetterochs aus Herzogenaurach am Sonntagmittag. "Nachmittags scheint zeitweise die Sonne, wobei sich aber immer noch der Saharastaub bemerkbar macht." Der Deutsche Wetterdienst warnt derweil: Auch am Montagnachmittag soll es mit Unwettern in Bayern weitergehen. Der DWD kündigt kräftige Gewitter im Freistaat an. Von Montagnachmittag bis in die Nacht hinein kann es vereinzelt außerdem zu Unwettern kommen, wie der DWD mitteilte. Dabei seien Sturmböen mit bis zu 100 Stundenkilometern möglich. Die größte Gefahr sieht der DWD für den Süden und die Mitte Bayerns.

Schwere Gewitter in Deutschland: Das ist die Bilanz

Bereits am späten Sonntagabend richteten die angekündigten Unwetter in Teilen Deutschlands Schaden an. Heftige Regenfälle und Gewitter hatten in Mittel- und Oberfranken in der Nacht zum Montag überflutete Keller und Straßen sowie umgefallene Bäume und einige Sachschäden zur Folge. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Bayreuth am frühen Montagmorgen mitteilte, kam es aufgrund des Unwetters in ganz Oberfranken zu knapp 60 Feuerwehreinsätzen. Der Sprecher berichtete von einer äußerst unruhigen Nacht.

Auch in Mittelfranken kam es nach Angaben eines Sprechers des Polizeipräsidiums Nürnberg vor allem zu überfluteten Kellern und Straßen. Blitzeinschläge sorgten außerdem für kleinere Brände. Verletzte gab es jedoch keine. Zu etwa 30 Einsätzen mussten neben der Feuerwehr auch Einsatzkräfte der Polizei anrücken.

Für den Montagvormittag kündigte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Bayern, besonders aber im Süden und später auch in der Mitte des Freistaates, vereinzelt Schauer und im Laufe des Tages erneut kräftige Gewitter an.

Unwetterfront fegt durch Deutschland: Unfälle, Blitzeinschläge und umgestürzte Bäume

Auch in anderen Teilen Deutschlands wütete das Unwetter und hinterließ seine Spuren. Bei einem Gebäudebrand nach einem Blitzeinschlag ist ein Sachschaden in Höhe von etwa 100 000 Euro entstanden. In der Nacht zu Montag fing das Wohngebäude eines Drei-Seiten-Hofs in Dermbach (Wartburgkreis) Feuer. Der 50-Jährige Bewohner des Hauses konnte sich selbstständig in Sicherheit bringen und blieb unverletzt.

Gewitter mit teils starken Windböen haben in der Nacht zu Montag auch die Polizei und Feuerwehr in Rheinland-Pfalz gefordert. Bei Vallendar (Kreis Mayen-Koblenz) kam am Abend auf regennasser Straße ein Motorradfahrer ins Rutschen und stürzte, wie die Polizei am frühen Montagmorgen mitteilte. Der 53-Jährige wurde schwer verletzt und mit einem Knochenbruch sowie mehreren Prellungen ins Krankenhaus gebracht. Im Landkreis Germersheim stürzten mehrere Bäume auf die Straßen, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

In Leipzig sind in der Nacht zu Montag mehrere Bäume umgestürzt. Wie die Polizei am Montag mitteilte, fiel in der Merseburger Straße ein Baum auf einen fahrenden Lastwagen. Der Fahrer blieb unverletzt und sein Fahrzeug wurde nur leicht beschädigt. Außerdem wurde ein Lichtmast beschädigt. Auch in der Jahnallee, der Wundtstraße und der Schreberstraße fielen Bäume auf die Straße. In letzterer wurden dabei mehrere parkende Autos beschädigt.

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