Zu den Arbeitsgruppen mit jeweils 17 Personen kommen noch vier Untergruppen. Insgesamt könnten mehr als 300 Personen verhandeln. Bis spätestens Ende November soll der Koalitionsvertrag stehen, dann müssten in einem zweiwöchigen Verfahren noch die rund 470 000 SPD-Mitglieder dem Ganzen zustimmen.

Die Führung der insgesamt 16 Gremien soll jeweils von einem Unions- und einem SPD-Vertreter übernommen werden. Zum Vergleich: 2005 hatte die große Verhandlungsgruppe nur 32 Teilnehmer: je 16 von Union und SPD. Da dieses Mal aber die CDU/CSU mit 41,5 Prozent bei der Bundestagswahl klar vor der SPD (25,7 Prozent) lag, spiegelt sich dies auch in der Besetzung der Verhandlungsgruppen wider - insbesondere die bayerische CSU entsendet mehr Politiker. Die große Runde, die an diesem Mittwoch erstmals in der Berliner CDU-Zentrale zusammenkommt, soll 27 CDU-Vertreter, 18 von der CSU und 30 von der SPD umfassen.