• Babynamen im Trend: Kevin, Greta, Vincent und Co. gehören nicht dazu
  • Manche Namen verschwinden komplett: Einige sind so gut wie ausgestorben
  • Wie viel Einfluss hat politisches und gesellschaftliches Geschehen auf die Beliebtheit bei Namen?
  • Diese Namen fallen bei Eltern derzeit durch

Nicht jeder mag den eigenen Vornamen. Der Vorname wird von den Eltern ausgewählt und begleitet einen das ganze Leben. Werdende Eltern orientieren sich dabei nicht selten an Trends. Neben der Liste der beliebtesten Namen, gibt es auch eine Rangliste, der unbeliebtesten. Den Grund dafür kennt der Namensexperte Knud Bielefeld: "Es gibt Namen, die mal ganz normal und unverfänglich waren und dann aufgrund gesellschaftlicher Ereignisse in Verruf geraten sind und so für die Eltern verdorben wurden."  Laut dem Experten ist Alexa so ein Name. Erst vor wenigen Jahren schaffte es der Vorname in den Kreis der Modenamen. Seitdem Amazon seinen Sprachassistenten so nannte, klagen jedoch viele Alexas über Hänseleien und folglich wird der einst beliebte Vorname kaum noch vergeben. "In meiner Stichprobe von diesem Jahr ist Alexa erst zweimal aufgetaucht und kurz davor, ganz auszusterben", sagt Bielefeld über seine Erhebung aus dem Jahr 2020. 

Unbeliebteste Babynamen: Diese Namen sind bei Eltern durchgefallen

Auch Corona müsste eigentlich zu den "verdorbenen" Namen zählen, "doch kam dieser Name schon vor der Pandemie nur sehr selten vor", weiß der Namensexperte. Dafür hat es ein anderer Name auf die Liste geschafft: Greta. Ende 2019 verzeichnete Bielefeld noch keine Auffälligkeiten, doch 2020 stürzte der Vorname auf der Rangliste von Platz 30 auf 100 ab. "Es ist sehr ungewöhnlich, dass sich ein Name innerhalb eines Jahres so stark verändert und zeigt, dass Greta inzwischen besetzt ist und als Babyname für viele Eltern nicht mehr infrage kommt", sagt der Experte. 

Einen deutlich unauffälligeren, aber dennoch signifikanten Abwärtstrend habe er auch für den Jungennamen Vincent erkannt. "Ob Sarah Connors gleichnamiger Hit da eine Rolle spielt?", fragt Bielefeld. Der Song wurde viel und kontrovers diskutiert. Dadurch könnten Eltern die Befürchtung haben, dass der Vorname zum Klischeename werden könnte. Apropos Klischeename, wie sieht es derzeit mit der Beliebtheit von Kevin aus? "Das ist in meinen Augen der Prototyp der verdorbenen Vornamen, sodass ich mich sehr wundere, dass es immer noch Eltern gibt, die ihren Sohn so nennen", so Bielefeld.

Der Urvater der verdorbenen Vornamen dürfte laut dem Namensforscher Adolf sein. Ende des 19. Jahrhunderts zählte er noch zu den beliebtesten Namen in Deutschland. Dieser Aufschwung wurde 1933 schnell gebremst. Der Versuch einer Rückkehr war nicht von Erfolg gekrönt.  "Das Comeback war aber nur von kurzer Dauer und ab 1942 fand der Name Adolf immer weniger Anhänger", sagt der Experte. 

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