Berlin
Zusammenleben

Umfrage: Haushalt stresst und belastet jede dritte Frau und nur jeden zehnten Mann

Wer kümmert sich ums Kochen, Waschen, Putzen und Einkaufen? Die Bewältigung des Haushalts spielt im Alltag von Paaren eine große Rolle. Immerhin scheinen drei Viertel der Bürger zufrieden zu sein mit der Aufgabenverteilung, sagt eine neue Studie.
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Mehr als jede dritte Frau, die mit einem Mann zusammenlebt und keine Hilfe hat, fühlt sich fast immer oder häufig durch Tätigkeiten im Haushalt überlastet und gestresst. Foto: Armin Weigel/dpa
Mehr als jede dritte Frau, die mit einem Mann zusammenlebt und keine Hilfe hat, fühlt sich fast immer oder häufig durch Tätigkeiten im Haushalt überlastet und gestresst. Foto: Armin Weigel/dpa

Mehr als jede dritte Frau, die mit einem Mann zusammenlebt und keine Haushaltshilfe hat, fühlt sich fast immer oder häufig durch Tätigkeiten im Haushalt überlastet und gestresst. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Minijob-Zentrale unter Paaren. Während 37 Prozent der Frauen dies angaben, waren es nur 10 Prozent der Männer.

Streit wegen der Aufgabenverteilung im Haushalt gab es aber nur bei 6 Prozent der Befragten. Die große Mehrheit der Befragten gab an, sich eher selten (33 Prozent) oder so gut wie nie (61 Prozent) über die Aufgabenverteilung zu streiten, heißt es in der Studie, die der dpa am Dienstag vorab vorlag. Drei Viertel der Befragten waren der Ansicht, dass die Aufgabenverteilung im Haushalt zwischen den Partnern gerecht verteilt ist.

Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Einzugs- und Meldestelle für alle geringfügigen Beschäftigungen in Deutschland und gehört der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See an. Frauen gaben bei der Befragung deutlich häufiger als Männer an, ausschließlich oder vorwiegend selbst die Aufgaben im Haushalt zu erledigen. Während sich 57 Prozent der Frauen so äußerten, waren es bei den Männern gerade mal sechs Prozent.

"Wäsche waschen und bügeln, Kochen sowie Putzen und Staubsaugen sind Aufgaben im Haushalt, die mehrheitlich von den Frauen erledigt werden", stellen die Studienautoren fest. Das Einkaufen (55 Prozent), Ein- und Ausräumen der Spülmaschine (57 Prozent) und Müll-Rausbringen (47 Prozent) sind dagegen die Aufgaben im Haushalt, die überwiegend beide Personen gemeinsam machen.

25 Prozent der Befragten empfanden die Aufgabenverteilung im Haushalt als ungerecht. Die Studie befragte diese Teilnehmer genauer nach den Gründen. Weil sich sonst gar nicht gekümmert wird, gaben 62 Prozent als Grund dafür an, dass eine Person mehr als die andere macht. 60 Prozent der Befragten meinten, dass eine Person mehr als die andere macht, weil sonst die Aufgaben nicht gründlich erledigt werden. Über die Verteilung dieser Antworten auf Frauen und Männer macht die Forsa-Studie keine Angaben.