Wenn bereits an diesem Sonntag ein neuer Bundestag gewählt würde, könnten CDU/CSU mit 41 Prozent der Wählerstimmen rechnen (plus 1). Die SPD könnte auf 29 Prozent zulegen (plus 1). Die Grünen kämen auf 13 Prozent (minus 1), die Linke läge unverändert bei 6 Prozent, die FDP bei 4 Prozent und die Alternative für Deutschland bei 3 Prozent. Die sonstigen Parteien zusammen erreichten vier Prozent (minus 1).

Neben einer großen Koalition hätte damit weiterhin nur eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen oder aus SPD, Grünen und Linken eine Mehrheit.

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hatte im Auftrag des ZDF vom 14. bis 16. Mai 1244 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch befragt. Sie gibt die Fehlertoleranz mit zwei bis drei Prozentpunkten an.

Obwohl fast drei Viertel aller Befragten (74 Prozent) von der derzeitigen Bundesregierung keine Lösung der anstehenden Probleme erwarten, sprachen sich 62 Prozent dafür aus, dass Angela Merkel (CDU) Bundeskanzlerin bleibt. SPD-Herausforderer Peer Steinbrück favorisierten 29 Prozent. 9 Prozent äußerten sich nicht zu dieser hypothetischen Frage.