• Rechtsrock-Konzert am Wochenende in Thüringen
  • Polizei mietet Tankstelle als Hauptquartier
  • Alkoholzufuhr gekappt
Am Freitag und am Samstag (6. Juli 2019) findet in Themar (Thüringen) erneut ein bekanntes Rechtsrock-Konzert statt. Zum Wochenstart informierte die Polizei über die Einsatzstrategie rund um die Veranstaltung: Dabei wurde bekannt, dass die Beamten eine Tankstelle als Hauptquartier verwenden. Wie inSüdthüringen.de berichtet, mietet die Polizei die Tankstelle als Einsatzzentrale an. Diese Entscheidung hat nicht nur logistische Gründe, sondern soll verhindern, dass die Konzertbesucher an Bier oder Schnaps gelangen. Da das Verwaltungsgericht Meiningen am Montag (1. Juli 2019) beschlossen hat, dass auf der Rechtsrock-Veranstaltung am Samstag ein Alkoholverbot gilt, vermutet die Polizei, dass sich viele Besucher außerhalb des Geländes mit alkoholischen Getränken eindecken wollen. "Die Tankstelle ist quasi geschlossen für die Öffentlichkeit" wird der Vizepräsident der Landespolizeidirektion im Bericht zitiert. Dort kann also kein Alkohol gekauft werden. Am Freitag ist auf dem Gelände "Leichtbier" mit 2,7 Prozent Alkohol erlaubt. In Sachsen haben viele Bürger zuletzt für einen kreativen Protest gegen Rechtsextreme gesorgt. Sie kauften sämtliche Biervorräte der Supermärkte auf.Für die Veranstaltung galt ebenfalls ein Alkoholverbot. Die Polizei beschlagnahmte circa 4200 Liter Bier.

Rechtsrock in Themar: Zahlreiche Neonazis erwartet

Auf dem Rock-Konzert werden erneut zahlreiche Größen der rechtsextremen Szene erwartet. Rund um die Veranstaltung finden verstärkte Kontrollen der Polizei statt. Für die Besucher ist es nicht möglich mit dem Auto bis zum Konzertgelände zu fahren: Sie müssen sich einen Parkplatz in der Region suchen und zum Gelände am Stadtrand von Themar laufen. Die Polizei eskortiert die Rechtsrock-Konzert-Besucher zudem durch Themar.

Für Samstag ist eine Gegenveranstaltung geplant: Ab dem Vormittag findet auf einer Wiese an der B89 die Veranstaltung "Wir für Themar" statt. Dass in Themar immer wieder rechtsextreme Konzerte stattfindet, spaltet die dortige Gesellschaft. Ein Pfarrer sagt: "Das Problem ist nicht weg, wenn wir es totschweigen."

84 Anzeigen auf Rechtsrock-Festival - Angriff auf Journalisten

2018 wurde auf dem Rechtsrock-Konzer ein Journalist angegriffen. Zudem wurde Dutzende andere Straftaten verübt: Die Bilanz der Polizei.

tu