Der Beschuldigte soll laut Anklage zur Hamburger «Reisegruppe» gehört haben. So wird eine etwa zehnköpfige Islamistenzelle genannt, die 2009 zum militärischen Training in ein Terror-Camp nach Pakistan reiste. Unter dem Einfluss radikal-islamistischer Propaganda soll der Angeklagte im gleichen Jahr beschlossen haben, am «Heiligen Krieg» (Dschihad) teilzunehmen. Außerdem soll er an einem deutschsprachigen Propagandafilm mitgewirkt haben.

Im Sommer 2009 verließ der Mann laut Anklageschrift die IBU und schloss sich Al-Kaida an. In einem Lager soll er an schweren Kriegswaffen wie Panzerabwehrgeschützen und Mörsern ausgebildet worden sein. Zudem sollte Ahmad S. angeblich dabei mithelfen, für Al-Kaida ein Netzwerk in Europa aufzubauen.

Der in Afghanistan geborene Angeklagte lebte zwischen 1990 und 2009 in Deutschland, zuletzt in Hamburg. Im Juli 2010 wurde er nach Angaben des Oberlandesgerichts in Afghanistan festgenommen und kam in US-Gewahrsam. Im April vergangenen Jahres wurde er schließlich nach Deutschland überstellt und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Vor dem Staatsschutzsenat in Koblenz läuft seit November bereits ein Verfahren gegen den mutmaßlichen islamistischen Terrorhelfer und Al-Kaida-Anwerber Hussam S.. In dem Fall soll am kommenden Donnerstag ein Urteil gefällt werden.