Luckau
Unfall

Sterbenden Radfahrer zurückgelassen: Mann stellt sich der Polizei

Ein Autofahrer rammt in dunkler Nacht auf einen brandenburgischen Landstraße einen Radfahrer und lässt das Opfer sterbend zurück. Nach einem Fahndungsaufruf stellt sich der 31-Jährige der Polizei.
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Ein 31-Jähriger hat sich der Polizei gestellt, weil er einen sterbenden Radfahrer zurückgelassen haben soll. Symbolfoto: Arno Burgi/dpa
Ein 31-Jähriger hat sich der Polizei gestellt, weil er einen sterbenden Radfahrer zurückgelassen haben soll. Symbolfoto: Arno Burgi/dpa

Ein Autofahrer, der einen Radfahrer auf einer Landstraße bei Luckau sterbend zurückgelassen haben soll, hat sich der Polizei gestellt. Der 31-Jährige habe sich am Samstagabend auf dem Polizeirevier in Lübben gemeldet und die Tat zugegeben, sagte ein Sprecher des Lagezentrums im Polizeipräsidium am Sonntag. Der Mann werde derzeit vernommen. Weitere Einzelheiten zu dem Unfall seien noch nicht bekannt.

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Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen

Ein Zeuge hatte den 55-jährigen Radfahrer in der Nacht zum Samstag auf der Kreisstraße leblos aufgefunden. Ein herbeigerufener Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Aufgrund von Spuren wie Fahrzeugteilen am Unfallort suchte die Polizei mit einem öffentlichen Fahndungsaufruf nach dem Fahrer eines silbernen Kleintransporters, der nach dem Unfall geflüchtet war, ohne sich um den verletzten Radler zu kümmern.

Mann wollte von Feier nach Hause

Die Polizei hatte als möglichen Zeitpunkt für den Unfall auf den späten Freitagabend zwischen 22.15 Uhr und 23.10 Uhr genannt. "Wir können diesen Zeitraum so eingrenzen, weil der Mann nach Zeugenaussagen zu einem bestimmten Zeitpunkt von einer Feier aufgebrochen war und nach Hause wollte", hatte ein Sprecher des Lagezentrums am Samstag erklärt.

Demnach könnte der 55-Jährige nach dem Unfall fast eine Stunde lang hilflos auf der Straße gelegen haben. "Möglicherweise könnte der Radfahrer noch leben, wenn er sofort Hilfe bekommen hätte."



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