«Was Frau Merkel betrifft: Es ist völlig klar, dass das kein randalierender Wahlkampf wird. Den wird es nicht von ihr geben, den wird es nicht von mir geben», sagte Steinbrück. Allerdings wolle er die Kanzlerin auf vielen gesellschaftspolitischen Feldern stellen. «Und sie wird versuchen, sich dem zu entziehen», sagte der Kandidat.

«Ihr Ansehen lebt im Moment davon, dass sie sich unangreifbar macht, indem sie lange in Deckung bleibt und daher auch keine Angriffsfläche bietet.» Auf der anderen Seite mache die Amtsinhaberin anderen Parteien Themen strittig. Das dürfe die SPD nicht zulassen.

Steinbrück verteidigte in Kiel nochmals das am Montag vorgestellte SPD-Wahlprogramm. Er glaube, die Partei liege mit einer Orientierung an den konkreten Erfahrungen der Menschen völlig richtig. Die SPD sei «nicht die Bohne» nach links gerückt. Das Programm, das am 14. April verabschiedet werden soll, sei auch kein Dementi der Agenda 2010. Es enthalte mit Blick auf den Missbrauch von Leiharbeit und Zeitarbeit aber Korrekturen, die dringend angesagt seien. «Die SPD und ich gehen mit diesem Wahlprogramm gerne in einen politischen Wettbewerb gegenüber der CDU/CSU.»