Salzburg/München

Staustreit: Neue Spur für Kontrollen an Grenze zu Österreich

Zur Entzerrung des Verkehrs haben Bayern und das österreichische Land Salzburg eine dritte Spur für die Grenzkontrollen an der Autobahn 8 eröffnet.
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Dritte Spur
Die neu eröffnete dritte Spur auf der chronisch überlasteten Autobahn 8 am Walserberg im Bezirk Salzburg. Foto: Lino Mirgeler
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Pünktlich zum Ferienbeginn im Freistaat gaben Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) und der Salzburger Landesrat Stefan Schnöll am Montag am Grenzübergang Walserberg bei Salzburg die neue Spur frei. Das etwa eine halbe Million Euro teure Projekt soll die Abfertigung gerade in der Sommerreisezeit beschleunigen und Staus auf österreichischer Seite speziell im Gebiet um Salzburg verhindern.

«Bayern hält Wort», sagte Reichhart. «Für Reisende und Anwohner ist dies eine große Entlastung. Im Gegenzug erwarten wir jetzt aber auch, dass das Land Salzburg seine Zusage hält und den Rückreiseverkehr nicht von der Autobahn durch Bayern ableitet.»

Weil immer wieder genervte Autofahrer in Österreich von der Autobahn abgefahren und über die Dörfer ausgewichen waren, sperren die Salzburger diverse Straßen an der Tauernautobahn an Wochenenden für diesen Ausweichverkehr. Salzburg folgte damit dem Vorbild Tirols. Abfahren dürfen auch dort an bestimmten Autobahnabfahrten nur Anrainer oder Gäste, die Ziele in der Umgebung haben.

Zwischen Österreich und Deutschland gibt es verkehrspolitisch derzeit mehrere Baustellen. Ungelöst ist auch nach einem Krisengipfel in Berlin etwa die Frage der Blockabfertigung von Lastwagen bei Kufstein, die immer wieder für lange Lkw-Staus auf bayerischer Seite sorgt.