Die nächste Hitzewelle hat Deutschland erreicht. Die Abkühlung nach dem bisher heißesten Wochenende des Jahres währt nur kurz. Diplom-Meteorologe Dominik Jung prognostiziert wieder hochsommerliche Temperaturen, aber auch Unwetter-Gefahr.

Hoch "Frido" bringt uns am Donnerstag (23. Juni 2022) zunächst den heißesten Tag der Woche mit bis zu 34 Grad. Ab dem Abend drohen aber bereits schwere Gewitter, die von Frankreich zu uns ziehen. Die Unwetter werden am Freitag laut Jung vor allem im Westen und Süden gefährlich. "Dort gibt es heftige Gewitter und Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Die ziehen stellenweise nur sehr langsam, daher drohen regional nach heftigen Niederschlägen auch Überschwemmungen", so der Meteorologe. Die Menschen sollten daher wachsam sein. 

Hohe Temperaturen und örtliche Unwetter-Gefahr

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet ebenfalls mit Unwettern, Starkregen und Hagel, speziell in Bayern. Dort sei vor allem der Süden betroffen. Doch auch für Franken zeigen die Prognosen Regen und Gewitter in den Morgenstunden an, wie Wetterexperte Stefan Och ("Wetterochs") berichtet. In weiteren Tagesverlauf wird es in der Region voraussichtlich heiter bis wolkig, mit einzelnen Regenschauern bei maximal 26 Grad. Im Osten und Norden von Deutschland droht dagegen ein anderes Wetterextrem. In diesen Regionen bleibt es trocken, die Waldbrandgefahr erreiche dort die höchste Warnstufe (Stufe 5), prognostiziert Jung. 

Und auch für die Nacht auf Samstag warnt der DWD vor teils kräftigen Gewittern mit Unwettergefahr durch Starkregen. Im weiteren Verlauf des Samstags gebe es stellenweise "weiterhin Starkregengefahr" sowie lokale Gewitter. Die Schauer sollen in der Nacht zum Sonntag langsam abklingen. In Franken lockert es bereits früher wieder auf. Während es Samstagfrüh noch vereinzelt regnen kann, bleibe es den restlichen Tag trocken bei maximal 28 Grad, so Ochs. Der Sonntag bleibe dann meist sonnig und niederschlagsfrei. Die Temperaturen erreichen maximal 32 Grad. Jung sagt dagegen zum Sonntag schon wieder neue Gewitter und Unwetter voraus. 

Siebenschläfertag steht an: Was bedeutet das für den Sommer 2022?

"Es sind weiterhin turbulente Hochsommertage, dabei kommt der Hochsommer eigentlich erst Ende Juli zu uns nach Deutschland", sagt Jung. Der Juni ist laut Jung bisher schon 2,2 Grad wärmer als das langjährige Klimamittel. "Da es sehr warm weiter geht, wird der Juni wahrscheinlich deutlich zu warm ausfallen und leider auch zu trocken", so der Wetterexperte. 

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Trotz regionaler Schauer bleibe es auch im restlichen Juni sehr trocken. Jung bezeichnet die örtlichen Gewitter als "Tropfen auf dem heißen Stein". Es dominiert weiterhin viel Sonnenschein. Jung prognostiziert in der Folge weitere Waldbrände. "Diese dürften bald wieder mehr werden, denn die nächsten Tage bringen schon wieder viel Sonne und so gut wie keinen Regen." Ein Temperatursturz sei bislang nicht in Sicht.

Spannend könnte es zum Monatsende werden, denn dann beginnt der Zeitraum des Siebenschläfers. "Der Siebenschläfertag selbst ist am 27. Juni. Der wird warm bis heiß mit Sonne und Gewittern. Das würde also einen heißen Sommer bedeuten", so Jung. Es ergebe allerdings wenig Sinn, das Wetter an diesem einzigen Tag zu betrachten. Stattdessen müsse man die Spanne Ende Juni bis Anfang Juli im Blick behalten.

So wird das Wetter in den kommenden Tagen:

  • Freitag: 24 bis 33 Grad, im Westen und Süden Unwetter möglich, sonst viel Sonnenschein
  • Samstag: 24 bis 31 Grad, viel Sonnenschein und trocken, erst abends erste Gewitter
  • Sonntag: 25 bis 33 Grad, neue Schauer und Gewitter, aber zuerst viel Sonnenschein bis zum Nachmittag
  • Montag: 25 bis 34 Grad, besonders warm bis heiß im Osten, aus Westen einzelne Gewitter
  • Dienstag: 22 bis 32 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und Gewittern 
  • Mittwoch: 22 bis 30 Grad, sommerlich warm, teilweise Wolken, nachmittags kurze Gewitter

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