Im nächsten Jahr würden es bereits knapp 3,2 Milliarden Euro sein, schreibt das Magazin. Bis 2018 summierten sich die Mehreinnahmen auf rund 28 Milliarden Euro. «Kalte Progression» bewirkt, dass Lohnsteigerungen durch höhere Steuersätze umgehend wieder aufgezehrt werden.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht nach Aussagen vom vorigen Dienstag vorerst keine Chancen für eine Minderung der «kalten Progression». Die Länder seien zu keinen Steueränderungen bereit, die zu Mindereinnahmen in ihren Haushalten führen.

Die SPD will nun jedoch den Druck auf Schäuble verstärken. «Die große Koalition sollte sich in einem so wichtigen Bereich wie der Steuerpolitik nicht mit der weitgehenden Verwaltung des Stillstands begnügen», sagte der stellvertretende SPD-Fraktionscchef im Bundestag, Carsten Schneider, dem «Spiegel».