Günter Jacobs ist ein echter Metal-Fan: Bereits vor 29 Jahren war er Besucher der ersten offiziellen "Wacken Open Air"-Veranstaltung. Zum 30. Geburtstag des Festivals hat es sich Jacobs zur Aufgabe gemacht, mit dem Rollstuhl nach Wacken zu fahren. Wie der Radiosender "Offene Kanal Westküste" berichtet, wird der 70-jährige Metal-Fan seine Reise im hessischen Fritzlar starten - 500 Kilometer vom Ziel entfernt. Ausgangspunkt bietet also das "Rock am Stück"-Festival, das vom 18. bis zum 20. Juli stattfindet.

Kein einziges Wacken-Festival verpasst

Günter Jacobs bezeichnet sich selbst als "Wacken-Opa". Er hat seit 1990 kein einziges der bisher 29 "Wacken Open Airs" verpasst und gilt als Urgestein des Festivals. Gegenüber wacken.com erzählte Jacobs im vergangenen Jahr: "Früher kannte ich fast jeden beim Festival, heute kennt mich fast jeder, wenn ich durch Wacken fahre. Ob über den Acker, den heiligen, oder durchs Dorf - ständig schreit jemand meinen Namen."

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums würde sich der Metal-Opa nur eines wünschen: "Lemmy, nur Lemmy! Er fehlt mir so sehr."

Für einen guten Zweck mit dem Rollstuhl nach Wacken

"Bis vor zwei Jahren war ich noch auf zwei Beinen unterwegs - jetzt auf vier Rädern", erklärt der 70-Jährige. "Ich habe immer gesagt: Es ist egal, was passiert, ob mit dem AOK-Chopper oder im Rollstuhl - ich komme aufs Wacken!" Und so setzt er seine Pläne für die spektakuläre Anreise in diesem Jahr um. Mit seinem Elektro-Rollstuhl.

Die Fahrt wird mehrere Tage dauern. Um noch etwas Gutes zu tun, hat Jacobs beschlossen während seiner 500 Kilometer langen Tour Spenden für die Initiative "Lautstark gegen Krebs" zu sammeln.

Im vergangenen Jahr sorgten zwei Seniorinnen für Aufsehen, als sie aus einem Altersheim ausgebrochen sind, um das Wacken-Festival zu besuchen.