Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geht mit der Ampel-Regierung hart ins Gericht und kritisiert ihr bisheriges Vorgehen. Er fordert Steuersenkungen anstelle von Zuschuss-Zahlungen - deren Wirkung zu schnell "verpufft", um die Bürger*innen finanziell zu entlasten. "Die Ampel hat die Normalverdiener aus dem Blick verloren. Es muss endlich zielgerichtet entlastet werden", fordert er.

Söder argumentiert in einem Beitrag auf Facebook, dass sich viele "die explodierenden Preise bei Energie und Nahrungsmitteln" viele nicht mehr leisten können. Eine schockierend hohe Anzahl der Deutschen verzichtet sogar auf reguläre Mahlzeiten, um Geld zu sparen.

Österreich gehe mit gutem Beispiel voran: Söder fordert Ampel zum Handeln auf

"Österreich macht uns vor, wie es geht", schreibt Söder und hält die Ampel dazu an, sich ein Beispiel an Österreichs großzügigem Entlastungspaket zu nehmen. Zudem kritisiert er, dass Bund und Länder dazu gezwungen seien, die Fehlentscheidung seitens der Regierung zur Hälfte mitfinanzieren zu müssen. So gehen ihnen "wichtige Mittel für die Bürgerinnen und Bürger verloren".

Söder macht sich auch für die Rentner*innen stark und bezeichnet deren bewusste Ausgrenzung als gemeinhin unverständlich. "Auch, warum man nicht endlich die Mehrwertsteuer auf Nahrungsmittel senkt. Und bitte nicht wie die Grünen nur auf Brokkoli, Blumenkohl und weiteres Gemüse, sondern auch auf Fleisch und Milch."

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