Sonnenblumenöl findet sich fast in jeder deutschen Küche. Laut Statista lag der Konsum von Sonnenblumenöl in Deutschland im Jahr 2020 bei 1,454 Tonnen.  

Doch wegen des Überfalls des russischen Militärs auf die Ukraine bleiben derzeit die ukrainischen Exporte von Sonnenblumenöl aus. Gegenüber der Tagesschau erklärte Detlef Volz, der Geschäftsführer der Ölmühle C. Thywissen, dass „bis zur nächsten Ernte im September 2,5 Millionen Tonnen Sonnenblumen-Rohöl aus der Ukraine erwartet“ wurden. Aktuell komme jedoch kein Schiff der Ukraine mehr in Deutschland an. Wann und ob es wieder Lieferungen gebe, sei an die Entwicklungen des Krieges gekoppelt. 

Sonnenblumenöl-Engpass führt zu Hamsterkäufen - und skurrilen Situationen beim Einkaufen

Rund 75 Prozent des Sonnenblumenöl-Exports weltweit entstammt der Ukraine und Russland. Die Ukraine alleine deckt mehr als die Hälfte des gesamten Exportes von Sonnenblumenöl ab. Deutschland bezieht 94 Prozent seines Sonnenblumenöl-Bedarfs aus Importen. Nur sechs Prozent werden in Deutschland selbst produziert. 

Wegen dieses Engpasses herrschen seit einiger Zeit Lieferengpässe bei mehreren Produkten wie Mehl, Nudeln und eben Sonnenblumenöl. Wie auch schon zu Beginn der Corona-Pandemie haben diese Lieferengpässe dazu geführt, dass einige Menschen angefangen haben, Produkte auf Vorrat zu kaufen und zu hamstern. 

Das führte bisweilen zu skurrilen Situationen, etwa bei dem Discounter der Rewe-Group „Penny“. Um Verwechslungen mit dem begehrten Sonnenblumenöl zu vermeiden, hat das Team von „Penny“ Zettel an 5-Liter-Flaschen „Sommer Sonnenklar“ angebracht. Die Flasche ähnelt auf den ersten Blick tatsächlich sehr dem begehrten Sonnenblumenöl. Für den Verzehr ist die „Alternative“ allerdings nicht geeignet. Vielmehr handelt es sich um „Scheibenklar“ für das eigene Auto in einer besonderen Sommeredition mit Zitronen-Aroma.

"Scheibenklar" sieht aus wie Sonnenblumenöl - Penny reagiert mit Warnhinweis

Auf dem Warn-Zettel haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Penny „Ist kein Öl!“, geschrieben. Mehrere Kundinnen und Kunden zeigten sich auf der Microblogging-Plattform „Twitter“ dankbar für den Hinweis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Ich gebe zu ich war auch kurz vorm zugreifen“, schrieb ein Nutzer.

Eine Nutzerin wunderte sich über den Grund des Hinweises. „Hierzu hätte ich gerne die Backstory“, schreib sie. 

Ob tatsächlich ein Kunde oder eine Kundin die „Scheibenklar“-Sommer-Edition mit Sonnenblumenöl verwechselt hatte, ist indes nicht bekannt. Penny hat sich zu dem Post bislang nicht geäußert. 

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