Wenn die Corona-Pandemie nicht bereits einen Strich durch Ausflugspläne und die Sommergefühle gemacht hat, dann war es spätestens das Wetter. Denn vor allem der Juli zeichnete sich durch ein eher ernüchterndes Wetter aus. Auch der August scheint vorerst nicht besser zu werden

Doch war der Sommer 2021 wirklich so eine Enttäuschung? Verglichen mit den letzten Jahren auf jeden Fall. Denn alleine an den Sonnenstunden reiht er sich eher in die hinteren Plätze ein. Das Gebietsmittel an Sonnenscheindauer lag für den Juli 2021 bei etwa 198,6 Stunden. Das mag erst nach viel klingen doch er liegt damit 12 Prozent unter dem Gebietsmittel der Jahre 1991-2020.

Waren die Temperaturen im Sommer 2021 "normal"? 

Weiter Vorne dagegen liegt der vergangene Monat beim Thema Niederschlag: Hier ergattert er den 35. nassesten Juli-Monat seit 1881. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt,  liegt er somit 22,9 Prozent über dem Gebietsmittel des Niederschlages der Jahre 1991-2020. Laut Statista fielen sogar rund 110 Liter pro Quadratmeter. Trotzdem war die Durchschnittstemperatur eher normal: Mit 18,4 Grad liegt der Monat genau im vieljährigen Mittelwert. Was also für das Gefühl eines besonders "kalten" Julis sorgte, war der fehlende Sonnenschein. 

Insgesamt war der letzte Sommermonat nicht ungewöhnlich. Doch trotzdem wird es als einer folgenschwersten Monate der deutschen Geschichte eingehen. Die Sturmfluten und Überschwemmungen unter Tief Bernd waren eine der schwersten Naturkatastrophen seit der Sturmflut von 1962. Zuletzt präsentierte sich der Sommer vor allem im südlichen Europa als außergewöhnlich. Aber nicht mit einer Zunahme an Regenschauern - ganz im Gegenteil: Besonders hohe Temperaturen treiben viele Menschen derzeit an ihre Belastungsgrenze