Durch die Corona-Pandemie ist vieles anders, auch der Start ins neue Jahr: Vielerorts wird über ein Böllerverbot diskutiert, Bund und Länder empfehlen trotz gelockerter Corona-Regeln auf ein Feuerwerk zu verzichten. Zu Kaufen gibt es Raketen und Böller in diesem Jahr trotzdem - aber nicht überall.

Die Baumarkt-Kette Obi bietet zum Beispiel keine Böller mehr an, Feuerwerkskörper sollen nur noch in einzelnen Filialen zum Verkauf stehen. Die Handelsgesellschaft für Baustoffe (Hagebau) hat sich dagegen entschlossen 2020 zum letzten Mal Feuerwerkskörper zu verkaufen. Allerdings hat diese Entscheidung weniger mit Corona-Regeln und Böllerverboten zu tun, sondern sinkenden Verkaufszahlen.

Feuerwerksverkauf in Corona-Zeiten: Lidl testet neuen Service

In Supermärkten stehen ab Dienstag, 29. Dezember, wie gewohnt Böller und Raketen zum Verkauf. Kaufland fährt in diesem Jahr mit 80 verschiedenen Produkten im Sortiment auf, wie die Pressesstelle auf Anfrage von Chip.de verriet. Auch Netto, Penny, Norma, Aldi Nord und Aldi Süd kündigten an, ein Aktionangebot mit Feuerwerkskörpern zu planen.

Als Discounter richte sich das Angebot sehr stark nach den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden, hieß es zum Beispiel in einer Pressemitteilung von Aldi Nord. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass das Interesse an Feuerwerkskörpern weiterhin groß sei - daher hält auch der Konzern daran fest, wie gewohnt Raketen und Böller zu verkaufen. "Mit unserem Sortiment möchten wir nicht zuletzt auch dazu beitragen, dass unsere Kundinnen und Kunden trotz der Umstände ein besonderes Silvesterfest erleben können - wenn auch in kleinem Kreise und mit ausreichend Abstand."

Der Discounter Lidl hält ebenfalls am Feuerwerksverkauf fest und testet dabei zum ersten Mal eine neue Verkaufsstrategie. Wie die Supermarktkette in ihrem Aktionsprospekt ankündigte, können Kunden ihr gewünschtes Feuerwerk schon ab dem 7. Dezember reservieren und am 30. Dezember einfach in der Filiale abholen.

Feuerwerk bei Lidl, Aldi und Co.: Was wird 2020 angeboten?

Die Aktion läuft ausschließlich über die Lidl Plus App, die seit einigen Wochen als "digitale Kundenkarte" angeboten wird. Der neue Service ist im Prinzip nichts anderes als "Click & Collect", wie es zum Beispiel Rewe oder dm bereits in ausgewählten Filialen zur Option stellen. Kunden können dabei Lebensmittel und andere Produkte online reservieren und vor Ort abholen.

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Einen anderen Weg gehen Rewe und Edeka: Die Händler überlassen den Filialleitern die Entscheidung, ob sie Feuerwerke in ihre Sortiment aufnehmen wollen oder nicht. Einige Marktleiter haben sich bereits dagegen entscheiden.

Wichtig für Verbraucher sind auch mögliche Verbote auf Städteebene, wie es sie bereits vor Corona schon vereinzelt gab. Einige Städte in Franken haben bereits ein Böllerverbot für die Innenstadt oder belebte Plätze beschlossen, zum Beispiel Altdorf im Nürnberger Land.

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