«Eine Volkspartei muss Meinungsvielfalt zulassen», begründete der 62-Jährige am Donnerstagabend in Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) sein Vorgehen. Der Landesvorsitzende Thomas Strobl appellierte an Kauder, die Partei von sich aus zu verlassen.

Zuvor hatte die CDU im Kreis mit großer Mehrheit beschlossen, einen Antrag auf Parteiausschluss zu stellen. Sie wertete Kauders Kandidatur als parteischädigendes Verhalten. Der Antrag soll in den kommenden Tagen ausgearbeitet und dem Landesparteigericht zugestellt werden. «Da geht Sauberkeit vor Schnelligkeit», sagte der Kreisvorsitzende Andreas Schwab. Mit einer Entscheidung des Gerichts ist vor der Wahl nicht mehr zu rechnen. Sollte es den Rauswurf bestätigen, bleibt Kauder noch der Gang vor das Bundesparteigericht.