Laden...
Franken
Reisehinweis

Reisewarnung und Reisehinweis: Den Unterschied merkt man im Geldbeutel

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für mehr als 160 Länder bis Ende August verlängert. In andere Länder darf man hingegen einreisen, es gelten aber Reisehinweise. Doch was ist der Unterschied? InFranken.de klärt auf.
Artikel drucken Artikel einbetten
Reisewarnung und Reisehinweis - was bedeuten diese beiden Begriffe und was ist der Unterschied? Symbolfoto: JESHOOTS-com/pixabay

Nach und nach werden Ländergrenzen wieder geöffnet, ein Sommerurlaub erscheint möglich. Für 29 Länder wurde die Reisewarnung aufgehoben, für mehr als 160 Länder jedoch bis Ende August verlängert. Auf der Seite des Auswärtigen Amtes sind Reisewarnungen und Sicherheitshinweise zu finden.

Viele sind nun verwirrt, was erlaubt ist und was nicht. Entscheidend sind dabei die Begriffe Sicherheitshinweis, Reisewarnung und Reisehinweis. Sie beeinflussen maßgeblich die Gesetzeslage zu Rückholaktionen und Kostenerstattungen.

Reisewarnungen: Höchste Warnstufe

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie sprach das Auswärtige Amt am 17. März 2020 erstmalig eine weltweite Reisewarnung aus. Auf dessen Internetseite wird Reisewarnung folgendermaßen definiert: "Reisewarnungen werden ausgesprochen, wenn davon ausgegangen werden muss, dass jedem Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht. Gegebenenfalls wird auch nur vor Reisen in bestimmte Regionen eines Landes gewarnt (Teilreisewarnung). Deutsche, die in diesem Land/dieser Region leben, werden gegebenenfalls zur Ausreise aufgefordert. [...]"

Reisewarnungen sprechen jedoch kein Verbot aus, in ein Land einzureisen. Sie dienen als Appell, Reisen in das betreffende Land zu verschieben. Jedem Urlauber sollten die Risiken bewusst sein, die bei einer Einreise auf ihn zukommen könnten. Reist man beispielsweise trotz Reisewarnung in ein Land, kann dies Auswirkungen auf den Versicherungsschutz haben - die Kosten für verfrühte Rückflüge müssen selbst übernommen werden.

Das Auswärtige Amt kann auch eine Teilreisewarnung aussprechen, die nur für ausgewählte Länder gilt. Die Reisewarnung ersetzt dann den Sicherheitshinweis. Diese Angabe hat Auswirkungen auf die Stornierungsbedingungen, etwa von Pauschalreisen. Denn treten beispielsweise eine Naturkatastrophe oder - im aktuellen Fall - eine Pandemie ein, sind Veranstalter gesetzlich daran gebunden, Urlaubern eine kostenfreie Absage zu ermöglichen.

Reisehinweise: Allgemeine Hinweise zum Einreisen

Reisehinweise sind allgemeine Informationen, die für Urlauber wichtig sind. Dazu zählen unter anderem Einreisebestimmungen, medizinische Hinweise und Zollvorschriften. 

Das heißt aber auch: Reisehinweise beeinflussen nicht die Bedingungen der Touristik. Daher haben Personen, die ihren Urlaub aufgrund einer solchen Angabe stornieren, in der Regel keinen Anspruch auf eine Kostenerstattung. 

Sicherheitshinweise: Gefahren und Risiken eines Landes

Grundsätzlich handelt es sich bei Sicherheitshinweisen um Informationen zu länderspezifischen Risiken für Urlauber wie Kriminalität und Terrorismus-Gefahr.

Die Definition des Auswärtigen Amtes lautet: "Sicherheitshinweise machen in den Ländern, in denen es erforderlich erscheint, auf länderspezifische Risiken für Reisende und Deutsche im Ausland aufmerksam. Den Sicherheitshinweisen wenden wir seit den Ereignissen des 11. September 2001 und dem Anstieg der terroristischen Bedrohung besondere Aufmerksamkeit zu. Sie werden regelmäßig überprüft und aktualisiert. Sie können je nach Einschätzung der Sicherheitslage die Empfehlung enthalten, Reisen einzuschränken oder auf sie zu verzichten." 

Diese Bestimmungen gelten nach Corona für die einzelnen Länder.

Hier finden Sie die aktuellen Sicherheitshinweise des von Ihnen gewünschten Landes.