«Wir werden das bestehende System nicht mehr hinnehmen», sagte er der «Welt am Sonntag». Bestimmte Maßnahmen müssten in der kommenden Legislaturperiode umgehend ergriffen werden. «Entfallen muss zum Beispiel die höhere Bewertung der Einwohner aus Berlin, Bremen und Hamburg im Vergleich zur bayerischen Bevölkerung. Wie das gesamte System nach 2019 aussieht, verhandeln wir in aller Ruhe. Aber auf einigen Sofortmaßnahmen bestehen wir», sagte Seehofer.

Die Finanzminister der SPD-regierten Länder wollen nach der Bundestagswahl laut «Spiegel» eine umfassende Reform des föderalen Systems durchsetzen. So fordert der rheinland-pfälzische Ressortchef Carsten Kühl, der die sozialdemokratischen Länder im Bundesrat koordiniert, ein Ende der Dauerblockade von Bundestag und Länderkammer in der Steuerpolitik. Kühl will die Verteilung der wichtigsten Einnahmen des Staates wie der Einkommensteuer neu regeln. Künftig soll diese bereits bei der Erhebung in einen Länder- und einen Bundesanteil gesplittet werden.