Zwar könne sie die Zahlen nicht überprüfen. Grundsätzlich könnten die Länder aber nur dann einen Kita-Platz melden, wenn es einen geeigneten Raum und ausreichend Erzieher gebe. Schröder rechnete daher auch nicht mit einer Klagewelle, selbst wenn die Betreuung in einigen Fällen erst im Verlauf des Kita-Jahres möglich sein werde.

Die Ministerin machte deutlich, dass der Betreuungsbedarf stark variiere, nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern auch «zwischen Städten und ländlichen Regionen und auch innerhalb einer Kommune, ja sogar innerhalb eines Stadtteils». Auch der Präsident des Deutschen Städtetages, Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD), wies daraufhin, dass vor allem in einigen Groß- und Universitätsstädten zunächst Lücken blieben. In vielen Großstädten liege der Bedarf mit über 50 Prozent weit über dem vom Bund angenommenen Durchschnitt von 39 Prozent. Der Präsident des Deutschen Landkreistages, Hans Jörg Duppré, ging hingegen davon aus, dass in den 295 Landkreisen eine reibungslose Umsetzung gelingen wird.