Franken

Schneit es in Franken? Meteorologen klären über eisige Meeresluft, Graupel und Schneeschauer auf

Diverse Wetterexperte geben ihre Einschätzungen zur Lage am Wochenende ab. Fällt Schnee? Und wenn ja, wo? Die Prognose für die kommenden Tage kompakt im Überblick.
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Der aktuelle Winter ist äußerst mild. Doch kommt bald die Wende? Symbolfoto: unsplash.com/Herr Bohn
Der aktuelle Winter ist äußerst mild. Doch kommt bald die Wende? Symbolfoto: unsplash.com/Herr Bohn

Im Moment ist es ziemlich frostig in der Region. Insbesondere in den Morgen- und Abendstunden friert Franken derzeit. Doch wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Die Einschätzungen verschiedener Wetterexperten finden Sie bei inFranken.de im Überblick.

Kaltfront erreicht uns: Frostige Meeresluft bringt Schauer mit sich

Stefan Ochs rechnet ab Samstag (18. Januar 2020) mit einer Kaltfront, die die Region erfasst. Der fränkische Wetterexperte geht von "starken Westwinden", die entsprechend kalte Temperaturen nach Franken bringen, aus. Ihm zufolge ist die Wahrscheinlichkeit von Regenschauern am Wochenende relativ hoch. Einzelne Regenfälle durchbrechen dem Meteorologen zufolge die dichte Wolkendecke über Franken.

Diese Regenfälle können auch zu Graupelschauern werden. Grund dafür ist, dass die Schnellfallgrenze am Wochenende auf rund 500 Meter sinkt. Das bedeutet, dass vor allem die Höhenlagen in Ober- und Unterfranken von Schneefällen betroffen sein können. Dafür, dass es der Schnee bis unter die 500-Meter-Grenze schafft, muss eine Bedingung erfüllt sein: Es muss sich um starke und länger anhaltende Regenfälle handeln. Der Schnee aus höheren Luftschichten kommt schließlich als Graupel in den tieferen Lagen an, wie Stefan Ochs in seiner Wetteraussicht für das Wochenende prognostiziert.

Die Experten von wetteronline.de erwarten mögliche Graupelschauer erst in der Nacht auf Sonntag (19. Januar 2020). Grund dafür ist auftretender Frost. Ochs hingegen hält dies bereits ab den Morgenstunden für möglich. In den fränkischen Innenstädten halten die Meteorologen das Auftreten von Graupel hingegen für unwahrscheinlich. Dafür ist es "zu warm". In Nürnberg werden am Samstag und Sonntag Temperaturen zwischen zwei und fünf Grad Celsius. In Würzburg und Bamberg bewegt sich das Thermometer im ähnlichen Bereich.

Der Regenradar von wetter.de zeigt ab Freitagnachmittag ebenfalls den Trend an, dass eine Regenfront in den Norden Bayerns zieht. Ob und wie viel graupelartigen Schauer auf Franken einprasseln, bleibt abzuwarten. Die Skilifte in der Region müssen wohl noch länger warten, bis das Wintersport-Geschäft anläuft. Ein fränkischer Skiliftbetreiber sagt: "Sobald es schneit, kann es losgehen."

Dass es bisher in der Region kaum geschneit hat, bestätigt die Vorhersagen, die bereits im November und Dezember 2019 von "Rekord-Temperaturen" und einem "Horrorwinter" gesprochen haben. Die aktuell stark schwankende Wetterlage inklusive extremer Temperaturen, wie Mitte Dezember mit 19,7 Grad Celsius in Bayern, sorgt unter anderem dafür, dass eine neue Grippewelle Deutschland erfasst.

Fazit für das Wochenende: Es wird eher ungemütlich. Regenfälle sind wahrscheinlich. Die Sonne lässt sich eher selten blicken. Wie angedeutet, bleibt abzuwarten, ob sich der Schnee aus den Höhenlage in Graupel in den Niederungen verwandelt.

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