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"Finger weg von Online-Hunden!": Neues Tierheim-Bündnis schlägt Alarm

Tierheim-Hunde sind oft ängstlich oder aggressiv - und daher nur schwer an neue Besitzer zu vermitteln. Die Fälle häufen sich und die Problemhunde sitzen in Tierheimen fest. Ein neues Bündnis will jetzt auf diese "Schattenhunde" aufmerksam machen und hat eine klare Botschaft.
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Ein kranker Hund in einem Zwinger wartet in einem Tierheim auf seine Versorgung in der Krankenstation. In Tierheimen sitzen immer mehr schwer vermittelbare Hunde fest. Diese "Schattenhunde" finden häufig kein neues Zuhause. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa
Ein kranker Hund in einem Zwinger wartet in einem Tierheim auf seine Versorgung in der Krankenstation. In Tierheimen sitzen immer mehr schwer vermittelbare Hunde fest. Diese "Schattenhunde" finden häufig kein neues Zuhause. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa

In Tierheimen sitzen immer mehr schwer vermittelbare Hunde mit dramatischem Hintergrund. Ihre Besitzer haben sie im Internet gekauft - und sind mit der Haltung überfordert. Sehr oft handele es sich um frühere Straßenhunde aus Südeuropa oder Zuchttiere von sogenannten Hobbyzüchtern, sagt die erste Vorsitzende des Trierer Tierschutzvereins, Inge Wanken. Viele von ihnen hätten wie "Wanderpokale" bereits mehrfach den Besitzer gewechselt, bevor sie im Tierheim abgegeben würden.

Manche Tiere seien extrem ängstlich, andere bissen, könnten nicht alleine bleiben oder ließen keinen Menschen an sich. "Das sind keine Hunde, die junge Familien mit Kindern wollen. Ohne intensives Hundetraining sind sie nicht vermittelbar."

Probleme mit Schattenhunden: Sieben Tierheime gründen neues Bündnis

Um auf das wachsende Problem mit schwierigen Hunden aufmerksam zu machen, haben sieben Tierheime und Vereine in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen das "Bündnis Schattenhund" gegründet. "Schattenhunde sind Hunde, die irgendwann keiner mehr sieht, weil sie seit Jahren im Tierheim sind - und sie keiner mehr holt", sagt Hundetrainerin Wanken.

Schwer vermittelbare Hunde: In Tierheimen in ganz Deutschland ein wachsendes Problem

Die Problematik mit schwer vermittelbaren Hunden nehme bundesweit in allen Tierheimen zu, sagt der Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Landesverbandes vom Deutschen Tierschutzbund, Andreas Lindig. Vor allem durch den Handel mit Welpen, die übers Internet aus dem Ausland gekauft würden, sei die Situation "eskaliert". "Ich sage immer: Finger weg von Online-Hunden!" Man solle seriöse Vereine unterstützen, die die Tiere auch wieder zurücknehmen würden.