• Salzgitter: Leiche der 15-jährigen Schülerin Anastasia gefunden
  • Obduktionsergebnis liegt vor: Mädchen wurde erstickt
  • Ermittler werteten die Handydaten der Beschuldigten aus
  • Polizei bewacht Trauerfeier: Menschen stehen unter Schock

Nach dem brutalen Mord an der 15-jährigen Anastasia ist die Bestürzung über die grausame Tat weiterhin groß. Nun fand eine Trauerfeier für das Mädchen statt.

Update vom 29.06.2022, 17.30 Uhr: Bewegende Trauerfeier für getötete 15-Jährige

Bei einer bewegenden Trauerfeier haben zahlreiche Menschen Abschied von der getöteten 15-Jährigen aus Salzgitter in Niedersachsen genommen. Einsatzkräfte begleiteten und beobachteten das Geschehen am Mittwoch auf dem städtischen Friedhof in Salzgitter-Lebenstedt, um einen störungsfreien Ablauf zu garantieren, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Urnenbeisetzung soll später stattfinden.

Die Leiche der 15 Jahre alten Anastasia war am Dienstag vergangener Woche auf einer Grünfläche entdeckt worden. Ermittler gehen davon aus, dass sie zwei Tage zuvor von zwei Mitschülern getötet worden ist: Am Tag nach dem Fund gab die Staatsanwaltschaft Braunschweig bekannt, dass ein 13-Jähriger und ein 14-Jähriger als dringend tatverdächtig gelten. Die drei Jugendlichen gingen auf dieselbe Schule.

In der Nähe des Tatortes im Ortsteil Fredenberg sind Engelfiguren, Briefe, Blumen und viele Grablichter aufgestellt. Auf einer großen, hellen Kerze steht geschrieben: "Aus unserem Leben bist du gegangen, in unserem Herzen wirst du bleiben." Handschriftlich wurde hinzugefügt: "Wir werden dich nie vergessen. Deine Klasse 7b". Das Gebüsch ist immer noch mit rot-weißem Flatterband abgesperrt. Auch Mitschüler und Mitschülerinnen waren unter den Trauergästen. Seelsorger standen zur Unterstützung bereit.

Der 14-jährige Verdächtige sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft, der 13-Jährige ist nicht strafmündig und mit Zustimmung der Eltern in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Die Strafverfolger gehen von einem heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen aus, die genauen Hintergründe der Tat sollen noch ermittelt werden. Die Staatsanwaltschaft rechnet mit einer Anklage gegen den 14-Jährigen in zwei bis drei Monaten, hieß es am Mittwoch.

Die Brutalität und das Alter der Betroffenen sorgten über die Region hinaus, vor allem aber in dem Ortsteil für Entsetzen. "Es herrscht Fassungslosigkeit", sagte Ulrich Hagedorn, Geschäftsführer der örtlichen Arbeiterwohlfahrt, die mit Sozialarbeitern in Fredenberg aktiv ist. In den Tagen nach der Tat sprach er von einer emotionalen Situation, die sich noch beruhigen müsse. Auch aus der betroffenen Schule wurde von tiefer Betroffenheit und extremer Belastung berichtet. Ein Krisen- und Notfallteam unterstützte dabei, mit den Geschehnissen umzugehen.

Update vom 29. 06.2022, 12 Uhr: Trauerfeier für Anastasia soll abgehalten werden

Für die getötete 15 Jahre alte Schülerin aus Salzgitter gibt es am Mittwoch (29. Juni) eine Trauerfeier. Am Nachmittag werde auf dem städtischen Friedhof in Salzgitter-Lebenstedt von der jungen Frau Abschied genommen, sagte Polizeisprecher Matthias Pintak am Dienstag (28. Juni). Die Leiche der 15-jährigen Anastasia war am vergangenen Dienstag (21. Juni) auf einer Grünfläche entdeckt worden.

Das Mädchen wurde erstickt. Die Staatsanwaltschaft geht derzeit von einem heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen durch zwei Jugendliche aus. Ein 14-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft, ein 13-Jähriger ist nicht strafmündig und in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

Die Tat hatte im Ortsteil Fredenberg und der Stadt Salzgitter Trauer und Entsetzen ausgelöst. "Ich verurteile dieses grausame und kaltblütige Verbrechen aufs Schärfste", hatte Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU) gesagt. Die drei Jugendlichen gingen auf dieselbe Schule, die genauen Hintergründe der Tat sollen noch ermittelt werden.

Update vom 28.06.2022, 9.20 Uhr: Handydaten könnten Aufschluss über Motiv geben

Nach dem gewaltsamen Tod der 15 Jahre alten Schülerin Anastasia aus Salzgitter werten die Ermittler die Mobiltelefone der beiden beschuldigten Jugendlichen aus. Ziel sei, mehr über die Hintergründe der Tat und den Tatablauf zu erfahren, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Über Chats, die sich der 13-Jährige und der 14-Jährige schickten, seien möglicherweise auch Erkenntnisse über die Beziehung zu der 15-Jährigen möglich. Vielleicht gebe es auch Nachrichten zwischen den mutmaßlichen Tätern und ihrem Opfer. Alle drei gingen auf die gleiche Schule.

Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass die beiden Jugendlichen das Mädchen hassten. Es sei möglich, dass die 15-Jährige nichts von dieser einseitigen Feindschaft wusste, sagte der Staatsanwalt. Worin der Hass und die Feindschaft begründet gewesen seien, sei bislang unklar. Der ältere Jugendliche sitzt in Untersuchungshaft und hat sich bislang nicht zur Tat geäußert. Der 13-Jährige ist noch nicht strafmündig und wurde nach Angaben der Stadt inzwischen in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Jugendlichen heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen vor. Er gehe davon aus, dass in zwei bis drei Monaten Anklage gegen den 14-Jährigen erhoben werde, sagte der Sprecher Staatsanwaltschaft.

Update vom 27.06.2021, 9.20Uhr: Unterbringung des jüngsten Tatverdächtigen

Nach dem gewaltsamen Tod einer Schülerin in Salzgitter ist der jüngere der beiden Verdächtigen von einem Psychiater begutachtet und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Das teilte der Sprecher der niedersächsischen Stadt, Martin Neumann, am Sonntag (26. Juni) mit. Der 13-Jährige sei mit Zustimmung der Eltern in die Klinik aufgenommen worden, in der er auch die nächsten Wochen bleiben soll.

Mit Aufnahme in die Klinik sei bis zur abschließenden Entscheidung des Familiengerichts eine sofortige Unterbringung geregelt worden, teilte der Sprecher weiter mit. Das Jugendamt hatte nach Verwaltungsangaben noch am Mittwoch beim Familiengericht Salzgitter einen Eilantrag für eine freiheitsentziehende Unterbringung des 13-Jährigen in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie gestellt. Die Entscheidung stand am Sonntagabend noch aus.

Update vom 24.06.2022, 12.50 Uhr: Tod einer 15-Jährigen - Ortsteil im Fokus der Polizei

Nach dem gewaltsamen Tod einer 15 Jahre alten Schülerin in Salzgitter bleibt der betroffene Ortsteil Fredenberg im Fokus der Polizei. "Wir sind mit erhöhter Präsenz vor Ort, versuchen, mit den Menschen zu sprechen und die Lage zu beruhigen", sagte Polizeisprecher Matthias Pintak am Freitag. Auch an den Schulen seien Beamte im Einsatz, um auf Ängste und Unsicherheiten einzugehen.

Die Leiche der 15-Jährigen war am Dienstag auf einer mit Büschen und Bäumen bewachsenen Grünfläche entdeckt worden. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig wirft einem 13-Jährigen und einem 14 Jahre alten Jungen heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen vor.

Der ältere mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft, der jüngere ist noch nicht strafmündig. Mit Blick auf diesen Tatverdächtigen soll es in Kürze eine Entscheidung des Familiengerichts zu einem Eilantrag für eine freiheitsentziehende Unterbringung in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie geben.

Die Polizei versucht laut Pintak auch, Gerüchte zur Tat einzudämmen: So habe beispielsweise ein Foto in sozialen Medien kursiert, das einen völlig Unbeteiligten zeige. Ein Präventionsteam soll falsche Verdächtigungen eindämmen und möglicherweise Betroffene schützen.

Die Ermittlungen zu der Tat in der niedersächsischen Stadt werden nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Zum genauen Tathergang halten sich die Ermittler weiterhin bedeckt.

Update vom 23.06.2022, 19.30 Uhr: 13-Jähriger soll in freiheitsentziehende Unterbringung

Nach dem gewaltsamen Tod einer Schülerin in Salzgitter wird der jüngere der beiden Verdächtigen von einem Psychiater begutachtet. Das teilte der Jugenddezernent der niedersächsischen Stadt, Dirk Härdrich, am Donnerstag (23. Juni) mit. Das Jugendamt hatte nach Verwaltungsangaben noch am Mittwoch (22. Juni) beim Familiengericht Salzgitter einen Eilantrag für eine freiheitsentziehende Unterbringung des 13-Jährigen in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie gestellt. Es werde zügig eine Entscheidung erwartet, hieß es.

Die Leiche der 15-Jährigen war am Dienstag auf einer mit Büschen und Bäumen bewachsenen Grünfläche entdeckt worden. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig wirft dem 13-Jährigen und einem 14 Jahre alten Jungen heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen vor.

Update vom 23.06.2022, 10.15 Uhr: Mädchen getötet - 14-Jähriger in Untersuchungshaft

Nach dem gewaltsamen Tod einer 15-Jährigen in Salzgitter ist ein 14 Jahre alter Tatverdächtiger wegen Mordes in Untersuchungshaft. Das sagte der Sprecher der Braunschweiger Staatsanwalt, Hans Christian Wolters, dem Sender RTL in einem Video-Interview. Als weiterer Tatverdächtiger gilt neben dem 14-Jährigen auch ein 13 Jahre alter Junge.

Das Mädchen sei erstickt worden, sagte Wolters weiter: "Wie genau es zu dem Erstickungstod gekommen ist, das müssen die Ermittlungen jetzt noch klären." Täter und Opfer seien aus demselben Viertel gekommen und hätten auch Kontakt miteinander gehabt. "Es hat sich dann offensichtlich, zumindest aus Sicht der Täter, eine Feindschaft entwickelt, und das Ganze ist dann offenbar in der Tat eskaliert", sagte Wolters dem Sender.

Die Staatsanwaltschaft gehe von einem Mord aus und sehe niedrige Beweggründe. Die Tat sei ersten Erkenntnissen zufolge heimtückisch erfolgt, weil die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers für die Tat ausgenutzt worden sei.

Der 13-Jährige könne für die Tat nicht strafrechtlich verfolgt werden, da er noch nicht strafmündig sei. Das Jugendamt müsse nun entscheiden, inwieweit bei ihm weitere Maßnahmen erforderlich seien, sagte der Staatsanwalt. In Betracht käme unter anderem die Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung.

Beamte hatten den Leichnam der 15-Jährigen am Dienstag in einer Grünanlage in Salzgitter-Fredenberg entdeckt. Sie war seit Sonntag vermisst worden.

Ursprüngliche Meldung vom 22.06.20222: Vermisste Schülerin ist tot - haben zwei Jungen sie getötet?

Die Polizei hat bei der Suche nach einem 15 Jahre alten Mädchen in einer Grünanlage im niedersächsischen Salzgitter eine junge Frauenleiche gefunden. Dabei handelt es sich um eine seit Sonntagabend vermisste Schülerin.

Es gebe keine ernsten Zweifel mehr, dass es die Jugendliche sei, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig, Hans Christian Wolters, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Akribisch hatten bis zu 50 Beamte noch am Nachmittag nach Spuren gesucht, auch eine Drohne wurde eingesetzt.

Nach den ersten Ermittlungen ist die Schülerin Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. "Wir gehen von einem Tötungsdelikt aus", sagte Wolters. Beamte hatte am Dienstag den Leichnam der jungen Frau bei einer intensiven Suchaktion in einer Grünanlage im Ortsteil Fredenberg entdeckt.

Wie die Staatsanwaltschaft inzwischen mitgeteilt hat, rücken zwei Jugendliche in den Fokus der Ermittler. Es handele sich um einen 13- und einen 14-Jährigen - sie gelten als dringend tatverdächtig. Für den 14-Jährigen sei beim Amtsgericht Salzgitter ein Haftbefehl wegen Mordes beantragt worden. Eine Inhaftierung des 13-Jährigen sei wegen der Strafunmündigkeit nicht möglich, über den Tatverdacht gegen ihn sei das Jugendamt informiert worden.

Mädchen wurden seit Sonntag vermisst - sie ging mit den Verdächtigen auf eine Schule

"Das Motiv für die Tat ist noch nicht endgültig geklärt, liegt nach derzeitigen Erkenntnissen aber im persönlichen Bereich", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die beiden Tatverdächtigen sind Deutsche aus Salzgitter.

Angehörige hatten das Mädchen am Sonntagabend als vermisst gemeldet, wie ein Polizeisprecher aus Salzgitter sagte. Nach aktuellem Stand geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Tat am Sonntag begangen wurde, wie Sprecher Wolters sagte.

Weitere Informationen zur Todesursache erhofften sich die Ermittler von der Obduktion, deren Ergebnisse für Donnerstag erwartet wurden. Auch am abgesperrten Fundort der Leiche wurde die Spurensuche am Mittwoch fortgesetzt. Es gehe darum, den Tathergang schnell und möglichst genau zu rekonstruieren, sagte der Polizeisprecher. Auch Zeugenvernehmungen wurden ihm zufolge fortgesetzt.

Die bisherigen Ermittlungen ergaben laut Staatsanwaltschaft, dass sich die drei Jugendlichen kannten und auf dieselbe Schule in Salzgitter-Fredenberg gingen. Es zeichne sich ab, dass es sich um einen Mord aus niedrigen Beweggründen gehandelt haben könnte, sagte Behördensprecher Wolters. Hinweise auf eine Sexualstraftat gebe es derzeit nicht.

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