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Berlin
Beitragserhöhung

Rundfunkbeitrag bald erhöht? Länderchefs unterzeichnen Vertrag

86 Cent mehr für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten: Darauf hatten sich die Ministerpräsidenten bereits im März geeinigt - nun haben alle Länderchefs den Vertrag für die Erhöhung des Rundfunkbeitrages unterschrieben. Doch das Vorhaben könnte kurz vor dem Ziel immer noch scheitern.
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Weil sie keinen Rundfunkbeitrag bezahlen wollte, bediente sich eine Kulmbacherin der Masche, wie sie "Reichsbürger" anwenden. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa
Die Ministerpräsidenten der Länder haben den Vertrag zur Erhöhung des Rundfunkbeitrags unterzeichnet. Jetzt steht das Vorhaben vor dem letzten Schritt. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa

Die Ministerpräsidenten haben den Staatsvertrag für die Erhöhung des Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro auf 18,36 Euro nach dpa-Informationen unterschrieben. Damit machten sie am Mittwoch bei ihrer Sitzung in Berlin den Weg frei für die noch nötigen Abstimmungen in allen Länderparlamenten zu einer Erhöhung. Der Rundfunkbeitrag würde damit seit 2009 erstmals wieder steigen.

Die Höhe kann nur verändert werden, wenn alle Länderchefs und alle Länderparlamente einstimmig zustimmen. Das Ganze könnte dann zum Januar 2021 in Kraft treten. Der Landtag von Sachsen-Anhalt gilt allerdings derzeit als Wackelkandidat, dort gibt es Gegenwind von den Fraktionen von CDU, Linke und AfD.

Rundfunkbeitrag bald höher? Ministerpräsidenten unterzeichnen Vertrag

Im März hatten die Ministerpräsidenten beschlossen, dass der monatliche Beitrag um 86 Cent auf 18,36 Euro steigen soll. Damals hatte sich Sachsen-Anhalt als einziges Bundesland enthalten. Nun hat auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) unterschrieben.

Der Rundfunkbeitrag ist die Haupteinnahmequelle von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Die Ministerpräsidenten orientierten sich bei ihrer Entscheidung an einer Empfehlung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten - kurz KEF. Das Expertengremium hatte Ende Februar die Beitragserhöhung auf 18,36 Euro vorgeschlagen. Die Berechnungen ergeben sich aus dem Finanzbedarf, den zuvor die Sender angemeldet hatten.

Die Experten gingen davon aus, dass es in der nächsten Beitragsperiode 2021 bis 2024 eine Finanzlücke von 1,5 Milliarden Euro geben wird - die Erhöhung des Rundfunkbeitrags soll das auffangen. Die Sender hatten einen doppelt so hohen ungedeckten Finanzbedarf angemeldet. Die Kommission machte in ihren Berechnungen aber Abstriche.

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